Ökumenisches Heiligenlexikon

Hildulf von Trier

französischer Name: Hydulphe

Gedenktag katholisch: 11. Juli
Übertragung der Gebeine: 8. November

Name bedeutet: der kämpfende Wolf (althochdt.)

Abt in St-Dié und Mittelmünster, Bischof von Trier (?)
* um 612 in Noricum oder in der Gegend um Cambrai in Frankreich
11. Juli 707 (?) in Mittelmünster, heute Moyenmoutier im Elsass in Frankreich


Statue in der Kirche des ehemaligen Klosters Mittelmünster
Statue in der Kirche des ehemaligen Klosters Mittelmünster

Hildulf war der Überlieferung zufolge der Bruder von Erhard von Regensburg und wurde demnach in Regensburg ausgebildet und zum Priester geweiht. Er trat ins Klosters St. Maximin in Trier ein. Manche Überlieferungen berichten, er sei 666 Bischof von Trier geworden; er soll dort die Johanneskirche des Klosters St. Maximin erbaut haben und nach fünf Jahren sein Amt aufgegeben haben; er ist in den älteren Trierer Bischofslisten aber nicht aufgeführt. Nach wahrscheinlicherer Annahme war er Chorbischof in Trier. Er ließ sich jedenfalls 671 an der Stelle des späteren Klosters Mittelmünster - dem heutigen Moyenmoutier - als Einsiedler nieder, wo sich ihm Schüler anschlosen. Mit zunehmender Zahl der Gefährten wuchs das Kloster, dem er dann als Abt vorstand und das später ihm geweiht wurde.

Hildulf war befreundet mit Deodatus von St. Dié und übernahm nach dessen Tod um 680 auch die Leitung des von diesem gegründeten Klosters Juncturae - an der Stelle der heutigen Kathedrale - in St-Dié.

Hildulf wurde im Oratorium St. Georg in Mittelmünster - heute ein Gebäude auf dem Gelände des aufgegebenen früheren Friedhofes - bestattet; dort wird bis heute sein Sarg gezeigt, die Gebeine kamen um 787 in die Kirche des Klosters Mittelmünster.

Hildulfs Gebeine in der Kirche des ehemaligen Klosters Mittelmünster
Hildulfs Gebeine in der Kirche des ehemaligen Klosters Mittelmünster

Das Kloster Mittelmünster wurde in der Französischen Revolution aufgehoben.

Patron gegen Nervenkrankheiten, Ängste und Epilepsie

Die Kirche des ehemaligen Klosters in Moyenmoutier ist täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr, von Juli bis September bis 19 Uhr geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.08.2021

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990
• Infotafeln in der Kirche des ehemaligen Klosters in Moyenmoutier

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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