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Ökumenisches Heiligenlexikon

Erhard von Regensburg

auch Eberhard

Gedenktag katholisch: 8. Januar
Fest im Bistum Regensburg
Übertragung der Gebeine: 8. Oktober

Name bedeutet: mit starker Ehre (althochdt.)

Mönch (?), Glaubensbote, Bischof (?) von Regensburg
* vor 700 in Südfrankreich (?)
† um 719 in Regensburg in Bayern


Erhard war der Überlieferung zufolge Bischof in Narbonne. Wohl wegen des Einfalls der Sarazenen verließ er die Stadt und wirkte dann als Wanderbischof im Elsass, gründete dort der Überlieferung nach sieben Kirchen und mehrere Klöster und soll Odilia von ihrer Blindheit geheilt und sie getauft haben. Um 685 kam er - wohl als Nachfolger von Emmeram - an den Hofe von Agilofingerherzog Theodo in Regensburg. Die Überlieferung bezeichnet sein Wirken in Regensburg als das eines Bischofs, der Missionsarbeit leistete. Wunderberichte erzählen davon; so habe er mit bloßen Händen den Klosterbrunnen von Niedermünster gegraben.

Erhard wurde in der Krypta des späteren Stiftes Niedermünster in Regensburg bestattet, auch am Grab wurden Wunder bezeugt. Papst Leo IX. erhob die Gebeine 1052, kurz darauf wurde im Auftrag des Klosters Niedermünster seine Lebensgeschichte verfasst - in ihr wird er als Schotte bezeichnet, was in Regensburg häufig eine Bezeichnung für Mönche war, keine Herkunftsbezeichnung. Eine Lebensgeschichte des 14. Jahrhunderts bezeichnet ihn dann doch fälschlichwerweise als irischer Herkunft und Freund von Bischof Albert von Cashel.

Erhards Grab aus wiederverwendeten römischen Tuffplatten und einem Sarkophagdeckel, zu besichtigen in den Ausgrabungen unter dem heutigen Fußboden des Niedermünsters in Regensburg
Erhards Grab aus wiederverwendeten römischen Tuffplatten und einem Sarkophagdeckel, zu besichtigen in den Ausgrabungen unter dem heutigen Fußboden des Niedermünsters in Regensburg
Bischöfliches Ordinariat Regensburg

Im Mittelalter wurde Erhard besonders im Elsass verehrt, viele Krankenhäuser stehen unter seinem Patronat. In der Steiermark in Österreich gibt es seit dem 14. Jahrhundert eine große Wallfahrt im nach ihm benannten St. Erhard. Die Pfarrkirche am Fuß des Nonnbergs in Salzburg ist ihm geweiht. Bis zum Jahr 1729 fand an Erhards Gedenktag in Regensburg rund um den Dom der Erhardimarkt statt. Im 19. Jahrhundert wurden die Gebeine in einen silbernen Schrein gelegt und an die Nordseite der Kirche Niedermünster verlegt.

Kanonisation: Erhard wurde am 8. Oktober 1052 von Papst Leo IX. zusammen mit Wolfgang von Regensburg durch die Erhebung der Gebeine heiliggesprochen.
Attribute: Bischof, zwei Augen auf Buch, Axt
Patron der Spitäler, Schmiede, Bäcker und Schuhmacher; gegen Augenleiden, Pest und Viehkrankheiten; Nebenpatron der Diözese Regensburg
Bauernregel: St. Erhard mit der Hack / steckt die Feiertag' in den Sack.
Sankt Erhard mit der Hack', / steckt Wintertage in den Sack.

Catholic Encyclopedia

Acta Sanctorum





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.02.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bauernregeln.net/januar.html
• http://www.bistum-regensburg.de/borPage000020.asp
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XV, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995