Ökumenisches Heiligenlexikon

Johanna von Signa

italienischer Name: Giovanna

Gedenktag katholisch: 9. November

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Tertiarin, Inklusin
* 1266 (?)
9. November 1307 in Signa bei Florenz in Italien


Kapelle „del Beatino” in Signa
Kapelle del Beatino in Signa

Nachdem Johanna die Jahre ihrer Kindheit als Hirtin verbracht hatte, wurde sie bei den Leuten für ihre Wohltätigkeit bekannt. Im Alter von zwölf Jahren beschloss sie, sich einem Einsiedler- und Gebetsleben zu widmen, trat als Tertiarin den Klarissen im Kloster Sant’Agnese in Florenz bei 1 und bezog dann eine Einsiedelei in Signa an der Stelle, an der sich heute die Kapelle del Beatino befindet. Deren Tür war zugemauert, sie lebte als strenge Inklusin und starb wohl an der Pest.

Fresko: Szenen aus dem Leben von Johanna, in der Johanneskirche in Signa
Fresko: Szenen aus dem Leben von Johanna, in der Johanneskirche in Signa
Freskos: Szenen aus dem Leben von Johanna, 1806, in der Johanneskirche in Signa

Schon zu Lebzeiten vollbrachte Johanna der Überlieferung zufolge Wunder: Als sie mit anderen Hirtenjungen die Tiere weidete, kam ein Gewitter und die Jungen hatten große Angst; Johanna steckte ihren Stock in den Boden und sogleich verwandelte der sich in eine große Eiche, unter der sie Schutz fanden. Den Fluss Arno, dessen Brücke zerstört war, überquerte sie, indem sie auf ihrem Umhang das Wasser überschritt, ohne nass zu werden. Sie heilte ein Kind von seinen epileptischen Anfällen, einen blinden Spatz und zwei junge Männer, denen jeweils ein Bein amputiert worden war.

1383 wurden Johannas Gebeine in die Johanneskirche nach Signa übertragen. Seitdem wird ihrer mit einer Prozession am Pfingstmontag gedacht.

1 Die Überlieferung, Johanna sei Tertiarin im Karmeliterorden geworden, ist offenbar falsch; Karmelitinnen gab es erst ab 1452.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 25.09.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://it.wikipedia.org/wiki/Giovanna_da_Signa

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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