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Ökumenisches Heiligenlexikon

Karmeliterorden


Der Berg Karmel, Aufenthaltsort des großen alttestamentlichen Propheten Elija und seiner Jünger, galt schon der jungen Christenheit als heiliger Ort; im 12. Jahrhundert ließen sich dort Einsiedler und Eremiten nieder. Unter der Führung des französischen Einsiedlers Berthold wurde der Karmeliterorden 1 gegründet. Die Gottesmutter Maria sollte die Inspirationsquelle und das Vorbild für ein Leben in der Fußspur Jesu Christi sein. Papst Innozenz IV. sprach erstmals 1252 von den Eremiten und Brüdern des Ordens der heiligen Maria vom Berge Karmel.

Während der Kreuzzüge nahm das mönchische Leben enormen Aufschwung. 1209 erbaten sich die Mönche vom Patriarchen von Jerusalem, Albert, eine verpflichtende Regel, die dann 1226 von Papst Honorius III. bestätigt wurde. Die ursprüngliche Ordensregel war äußerst streng und schrieb Armut, Einsamkeit und den Verzicht auf Fleisch vor. Mittelpunkt der Regel ist: Jeder bleibe in seiner Zelle, Tag und Nacht das Gesetz des Herrn betrachtend und im Gebet wachend.

Aus Furcht vor den siegreichen Sarazenen flohen viele Mönche nach Europa zurück, vor allem nach Süditalien, aber auch nach England. Anfangs blieben sie bei ihrem strengen Einsiedlerleben: in ständigem Schweigen und unter Verzicht jeglicher Fleischspeisen. Die Karmeliter wurden von dem Engländer Simon Stock in einen Bettelorden umgewandelt. Die Anpassung an die abendländische Lebensweise führte zur Milderung der Vorgaben, nur reformerische Karmeliter hielten sich an die strengere Ordensregelung.

Während des 16. Jahrhunderts bildete sich ein unabhängiger Zweig des Ordens heraus: die Unbeschuhten Karmeliter, die zum Zeichen äußerster Enthaltsamkeit keine Schuhe trugen. 1562 erfolgte mit Genehmigung des Papstes und des Ortsbischofs durch die spanische Mystikerin Teresa die Gründung des Reformklosters San José Ávila mit strengster Klosterzucht. Zusammen mit Johannes vom Kreuz gründete Teresa ab 1568 insgesamt 32 solcher Reformklöster für Frauen und Männer; so enstand der einzige Orden mit einem männlichen Zweig, der von einer Frau gegründet wurde. Diese Reform versuchte, den Geist der ursprünglichen Regel von Albert von Jerusalem wieder aufleben zu lassen.

Karmelitinnen vom Karmel Regina Martyrum in Berlin
Karmelitinnen vom Karmel Regina Martyrum in Berlin

Von den Nonnenorden der Karmelitinnen ist der Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen der bekannteste. Auch er wurde im 16. Jahrhundert von Teresa von Ávila gegründet. Die Karmelitin widmete ihr Leben völlig der Kontemplation, dem Gebet, der Buße, harter Arbeit und der Stille. Die Nonnen leben in strenger klösterlicher Abgeschiedenheit, essen nie Fleisch, ihre Hauptbeschäftigungen sind Kontemplation, Missionsarbeit und Theologie. Der Karmeliterorden hat einige der bedeutendsten römisch-katholischen Mystikerinnen und Mystiker hervorgebracht.

Karmeliten tragen eine schwarze - auch braune - Tunika, braunes Skapulier und einen weißen Radmantel.

Mit Stand von 1989 gehören laut päpstlichem Jahrbuch zum Karmelitenorden 3592 Männer.

1 In der deutschen Sprache gibt es bei der Bezeichnung des Ordens Unterschiede: in den süddeutsch-österreichischen Sprachregionen wird der Begriff Karmeliten verwendet, in Norddeutschland werden sie Karmeliter genannt. Wir benützen - da wir auch sonst schriftdeutsch schreiben - die letztere Benennung.

  Die deutschen Karmeliter informieren über ihr Wirken und ihre Einrichtungen.

  Die unbeschuhten Karmeliter verweisen auf die österreichische Homepage mit Informationen über den Berg Karmel, die damit verbundenen Spiritulität, über Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz sowie weiteren Linksinks zur weltweiten Ordensgemeinschaft.

Heilige und Selige der Karmeliter:

Heilige und Selige der Karmeliter

Albert von Jerusalem
Albert Siculus von Trapani
Alois Ehrlich
Aloisius (Luigi) Rabata
Andreas Corsini
Angelus der Karmelit
Angelus Augustinus Mazzinghi
Angelus Paoli
Antonius von der heiligen Anna Galvão de França
Archangela Girlani
Bartholomäus Fanti
Berthold von Kalabrien
Brochard vom Karmel
Candelaria vom heiligen Josef
Carmen - Fest „Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel”
Cyrillus von Konstantinopel
Edith Stein - Teresia Benedicta vom Kreuz
Elija
Elisa
• Elvira von der Geburt unserer Lieben Frauen Torrentallé Paraire und weitere 11 + 12 + 21 Märtyrer des Spanischen Bürgerkrieges
Frank Duff
Frank von Siena
Franziska Streitel
Franziska von Amboise
Georg Preca
Isidor Bakanja
Joachima von Vedruna
Johanna Maria Condesa Lluch
Johanna Scopelli
Johannes Soreth
Johannes vom Kreuz
Josefa Naval Girbés
• Julio Alameda Camarero und weitere 4 Märtyrer des Spanischen Bürgerkrieges
Lucia de Jesus
Ludwig und Zäzilia Martin
Magdalena von Canossa
Maria de la Dive
Maria Magdalena von Pazzi
Maria Teresa vom Hl. Josef Kierocińska
Nonius von der heiligen Maria Álvares Pereira
Octavius Brancari
Petrus Thomas
Redemptus a Cruce
Simon Stock
Theodora Augusta von Bayern
Theresa von Ávila „die Große”
Teresa von Jesus Jornet y Ibars
Theresia von Lisieux
Thomas von der schmerzhaften Gottesmutter
Titus Brandsma

Heilige und Selige der unbeschuhten Karmeliter:

• Ángel María Prat Hostench und weitere 16 + 16 + 13 + 4 + 1 + 5 Märtyrer des Spanischen Bürgerkrieges
Anna vom heiligen Bartholomäus García
Antonio María Martín Povea => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Baptist Spagnoli von Mantua
Carmelo María Moyano Linares
Carmen - Fest „Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel”
Charlotte von der Auferstehung (Anne-Marie-Madeleine Thouret) => Märtyrerinnen von Compiègne
Constanze (Marie-Geneviève) Meunier => Märtyrerinnen von Compiègne
Dionysius a Navitate Domini
Elija
Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit Catez
Eliseo María Camargo Montes => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Eliseo María Durán Cintas => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Euphrasia von der unbefleckten Empfängnis (Marie-Claude Cyprienne Brard => Märtyrerinnen von Compiègne
Euphrasius vom Kinde Jesus Barredo Fernández
Henriette von Jesus (Marie-Françoise Gabrielle de Croissy) => Märtyrerinnen von Compiègne
Jaime María Carretero Rojas => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
• Joan von Jesus Vilaregut Farré und weitere 3 + 9 + 4 Märtyrer des Spanischen Bürgerkrieges
Johannes vom Kreuz
José María González Delgado => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
José María Mateos Carballido => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
José María Ruiz Cardeñosa => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Josefa Naval Girbés
Julia vom heiligen Franz Xaver (Juliette Vérolot) => Märtyrerinnen von Compiègne
Julia Louise von Jesus (Rose-Chrétien de la Neuville) => Märtyrerinnen von Compiègne
Maria vom gekreuzigten Jesus (Marie-Anne Piedcourt) => Märtyrerinnen von Compiègne
Maria vom heiligen Geist (Angélique Roussel) => Märtyrerinnen von Compiègne
Maria-Theresia vom heiligen Josef (Anna Maria) Tauscher
Marie-Antoinette vom heiligen Ludwig (Marie-Antoinette Brideau) => Märtyrerinnen von Compiègne
Maria von den Wundern Jesu
Maria von der Menschwerdung
Maria Henrietta von der Vorsehung (Anne Petras) => Märtyrerinnen von Compiègne
Maria von Jesus López de Rivas
María Felicia von Jesus im Sakrament Guggiari Echevarria
Martha (Marie) Dufour => Märtyrerinnen von Compiègne
Mirjam von Abellin
Pedro Velasco Narbona => Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Ramón María Pérez Sousa =>Carmelo María Moyano Linares und Gefährten
Raphael vom heiligen Josef Kalinowski
Teresa Margareta vom Heiligen Herzen Jesu Redi
Teresa vom heiligen Ignatius (Marie-Gabrielle Trézel) => Märtyrerinnen von Compiègne
Teresa vom Unbefleckten Herzen Mariä (Marie-Antoniette Hanisset) => Märtyrerinnen von Compiègne
Teresia vom hl. Augustinus (Madeleine-Claudine Ledoine) => Märtyrerinnen von Compiègne
Theresa von Ávila „die Große”
Teresa von Jesus „de los Andes”
Theresia von Lisieux





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.02.2018
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen: