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Ökumenisches Heiligenlexikon

Magdalena von Canossa

Gedenktag katholisch: 10. April
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Mailand und dem Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Teil des Bistums Lugano: 9. Mai
Errichtung des Ordensinstituts: 8. Mai

Name bedeutet: M: die aus Magdala (am See Gennesaret) Stammende (hebr.)
G: Gottes Heldin (hebr.)

Ordensgründerin
* 1. März 1774 in Verona in Italien
† 10. April 1835 daselbst


Magdalena Gabriela war die Tochter des Markgrafen Octavius von Canossa und seiner Frau Teresa Szluha. Als sie fünf Jahre alt war, starb ihr Vater bei einem Unfall; später erklärte sie, dass sie in diesem Alter die Berufung, Nonne zu werden, verspürte. Zwei Jahre danach heiratete ihre Mutter wieder und gab die Kinder zur Erziehung ihrem Onkel Hieronymus, wo sie von einer Erzieherin schlecht behandelt wurden. Magdalena ertrug die Demütigungen durch ihre Gebete zur schmerzensreichen Maria. Im Alter von 15 Jahren erkrankte Magdalena schwer aufgrund der erlebten Verluste. Sie trat in ein Karmelitenkloster in ihrer Heimatstadt ein, das sie aber nach acht Monaten wieder verließ. Bald schon ging sie in ein anderes Karmelitenkloster nach Treviso, trat aber auch dort bald wieder aus, kehrte nach Verona zurück und leitete den Haushalt ihrer Familie.

Durch die Besetzung Norditaliens durch Kaiser Napoleon gab es viele Waisen und Verletzte; von ihrem Palast in Verona aus kümmerte Magdalena sich um verwahrloste Kinder, gab ihnen Obdach und Essen und sorgte für ihre Ausbildung. 1808 richtete sie im Stadtteil San Zeno ein Haus ein, in dem allein stehende Kinder Aufnahme fanden oder unterrichtet wurden und wo sie selbst jeden Tag hilfreich tätig war. Nach Verhandlungen mit den Behörden konnte sie für ihre Einrichtung das ehemalige Augustinerinnenkloster San Giovanni e Fidenzio erhalten und gründete dort 1808 die Kongregation der Figlie della Carità, der Töchter der Liebe, nach ihrer Gründerin auch Canossianerinnen genannt - heute ist dort das Mutterhaus ihres Ordens. Magdalena trat selbst in den Orden ein und lebte nun in einer einfachen Klosterzelle.

1810 wurde sie aus Venedig gebeten, auch dort eine Schule für Straßenkinder zu eröffnen, was 1812 erfolgte. 1816 konnte eine Einrichtung in Mailand gegründet werden, 1820 eine in Bergamo. Kaiser Franz I. von Österreich unterstützte ihre Arbeit und übergab ihr einige alte Klöster.

Papst Leo XII. bestätigte den Orden 1828. Niederlassungen gibt es seit 1860 auch in China, heute auch in England, Indien, Indonesien, Afrika und Südamerika. 1831 wurde auf Magdalena Gabrielas Anregung hin, die männliche Kongregation unter Leitung von Pater Francesco Luzzo Ocam, zusammen mit zwei Laienbrüdern in Venedig, initiiert; diese Gründung der Canossianer wurde noch im selben Jahr von Papst Gregor XVI. genehmigt.

Kanonisation: Magdalena wurde am 7. Dezember 1941 von Papst Pius XII. selig- und am 2. Oktober 1988 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.10.2018

Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3. Christiana, Stein am Rhein, 1994
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://santiebeati.it/dettaglio/32350
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998
• http://www.canossiansisters.org/images/MagdaleneBrochure.pdf

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.