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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria-Theresia vom heiligen Josef (Anna Maria) Tauscher

Gedenktag katholisch: 20. September
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Berlin: 30. Oktober

Name bedeutet:M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
T: von der Insel Thera (der heutigen Insel Santorin) stammend (griech.)
A: die Begnadete (hebr.)

Ordensgründerin
* 19. Juni 1855 in Sandow, heute Sądów in Polen
† 20. September 1938 in Sittard in den Niederlanden


Maria-Theresia vom heiligen Josef Tauscher
Maria-Theresia Tauscher

Anna Maria war die Tochter eines evangelischen Superintendenten in Berlin. Im Alter von 33 Jahren konvertierte sie am 30. Oktober 1888 zur katholischen Kirche. 1891 eröffnete sie in Berlin ein Joseph geweihtes Heim für hilfsbedürftige Kinder, 1893 schlossen sich dieser Arbeit mehrere Frauen an, zusammen führten sie nun ein klösterliches Leben nach den Regeln der Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu (Carmel D. C. J.) im Sinne der Teresa von Ávila. 1897 wurde Anna Maria in Rom vom Ordensgeneral der Unbeschuhten Karmelitinnen in den Orden aufgenommen mit dem Ordensnamen Maria-Theresia vom heiligen Josef.

1899 wurde der Sitz der Gemeinschaft nach Sittard verlegt. 1904 wurde Rocca di Papa bei Rom der Sitz des Ordens, im selben Jahr erfolgte die päpstliche Anerkennung und die Angliederung an die Karmelitinnen OCD. Der Orden breitete sich in ganz Europa, ab 1912 auch in Amerika aus. 1920 wurde das Generalat wieder nach Sittard verlegt. Beim Tod der Gründerin waren mehr als 1000 Schwestern in 58 Klöstern tätig.

Das Grab der Ordensstifterin ist in Sittard. Heute sind die Karmelitinnen DCJ in sieben Ländern Europas sowie in den USA, in Kanada, Nicaragua, Venezuela, Brasilien und seit 1995 auch in Kamerun tätig.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess wurde 1953 eingeleitet; am 13. Mai 2006 wurde Maria in der Kathedrale von Roermond in den Niederlanden seliggesprochen.

  Die Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu stellen sich im Internet kurz selbst vor.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.05.2017

Quellen:

• http://www.zenit.org/german/visualizza.phtml?sid=81988

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.