Ökumenisches Heiligenlexikon

Kebius von Cornwall

auch: Cybi, Cubi, Gybi, Cuby, Cyby, Keby, Kebi, Cepius, Kabius, Kibius
irischer Name: Mo-Chop
von Wales, von Holyhead, von Caenarvon, von Anglesey, der Gebräunte

Gedenktag katholisch: 8. November

Name bedeutet: ?

Mönch, Bischof, Klostergründer und Abt in Holyhead
* um 483 in Callington (?) bei Plamouth in England
8. November 555 in Holyhead auf Anglesey in Wales


Kebius war ein Sohn des Heeresoffiziers == Selyf von Cornwall, eines Bruders von == Caw, der der Vater von Gildas „dem Weisen” war, und der == Gwen von Cornwall, einer Schwester von == Nonna, der Mutter von David von Menevia. Kebius trat im Alter von sieben Jahren in eine Klosterschule ein; dort lebte er zwanzig Jahre lang und wurde Mönch. Auf der Rückreise von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem kam er nach Poitiers, wo ihn der Überlieferung zufolge Hilarius zum Bischof weihte 1. Dann kehrte Kebius in seine Heimat nach Cornwall zurück, lehnte das ihm angebotene Königsamt ab und zog sich stattdessen mit zehn Anhängern als Einsiedler zurück nach Llanddyfrwyr-yn-Edeligion - dem heutigen Llangibby in Monmouthshire - in Wales an eine Kirche, die später nach ihm benannt wurde, und wirkte in der Gegend als Glaubensbote. Erzählt wird, dass der örtliche König Edelig, der Sohn von Glywys, drohte, sie aus seinem Land zu vertreiben; als er sich ihnen näherte, fiel er von seinem Pferd, das starb, er und seine Männer wurden blind; er bereute und wurde samt seinen Begleitern sofort geheilt, das Pferd wurde wieder zum Leben erweckt und Edelig gab Cybi dann auch das Land für noch eine zweite Kirche.

Gary Drostle: Mosaik, 2006, in Holyhead
Gary Drostle: Mosaik, 2006, in Holyhead Foto: Cls14

Nach einiger Zeit reiste Kebius mit seinen Schülern nach Irland ins Kloster Mynyw / Menevia - das heutige St David's - und dort durch die Gegend, wobei es Auseinandersetzungen mit örtlichen Priestern gab, weshalb sie nach Wales zurückkehrten; auf der später nach ihm benannten Insel Gybi / Cybi in Holyhead auf Anglesey gründeten sie in den verfallenden Mauern einer römischen Festung ein dann blühendes und wichtiges Kloster. Enge Verbindung hatte Kebius mit Seiriol; der Überlieferung zufolge trafen die beiden sich jede Woche an der Clorach genannten Quelle bei Llanerchymedd; weil Kebius aus Holyhead im Westen dorthin ging, also morgens gegen die aufgehende und abends auf dem Rückweg gegen die untergehende Sonne marschierte, wurde er Cybi der Gebräunte genannt, während der von der Landspitze Penmon aus dem Osten kommende Seiriol die Sonne im Rücken hatte und deshalb der Blasse genannt wurde.

545 nahm Kebius an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Llanddewi Brefi in Wales teil. Auch in Llangybi in Gwynedd gründete Kebius neben einer Quelle eine Kirche; das Wasser der Quelle soll gegen Skorbut helfen und zudem Mädchen die Absichten ihres Liebhabers offenbaren.

Kebius wurde in der Grabkapelle Eglwys y Bedd neben seinem Kloster in Holyhead bestattet. Über ihn sind zwei Biografien erhalten, beide sind Übersetzungen desselben walisischen Originals in die lateinische Sprache und stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Patron von Llangibby und Llangybi

1 Damals war Hilarius von Poitiers schon etwa 150 Jahre lang tot; gemeint ist wohl ein Aufenthalt und die Bischofsweihe in dem Hilarius geweihten Kloster in Poitiers.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.05.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://catholicsaints.info/saint-kebius/
• https://www.heiligen-3s.nl/heiligen/11/08/11-08-0600-cuby.php
• https://en.wikipedia.org/wiki/Llangybi,_Monmouthshire
• http://www.katolsk.no/biografier/historisk/cybi
• https://en.wikipedia.org/wiki/Cybi

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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