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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kosmas von Aitolia

italienischer Name: Elisabetta

Gedenktag orthodox: 24. August

Name bedeutet: der Geschmückte (griech.)

Priester, Volksmissionar, Märtyrer
* 1714 in Ätolien, der Gegend um Etoliko in Griechenland
† 29. August 1779


Ikone
Ikone

Kosmas war Sohn eines Webers und wurde von seiner Mutter fromm erzogen. Griechenland war von den Osmanen besetzt, das Leben der einfachen Leute war hart, Schulbildung rar, immer wieder kam es zu Verfolgungen der Orthodoxen. Kosmas lernte bei einem Protodiakon lesen und schreiben und arbeite dann als Elementarlehrer, bis er auf den Heiligen Berg Athos ging, dort eine theologische Schule besuchte und erst Mönch, dann auch Priester im Kloster Filotheou wurde. Dann begann er sich der Mission in Griechenland und dem orthodox geprägten Südalbanien zu widmen. Überall herrschte ein großer Mangel an Kirchen und es gab nur wenige Priester, viele junge Menschen blieben ohne Taufe.

Vom Ökumenischen Patriarchen in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - bekam er ein Sendschreiben und den Auftrag zu predigen; so wurde Kosmas' Wirken auch von den osmanischen Behörden respektiert, er konnte zunächst ungehindert unter der christlichen Bevölkerung arbeiten und bereiste ganz Griechenland und seine Inseln sowie den Süden Albaniens. In 25 Jahren gründete er über 200 Schulen, stifte viele caritative Vereinigungen und ließ eine Vielzahl einfacher Kirchen errichten.

Kosmas' Grab in der Kirche in Kolikontasi
Kosmas' Grab in der Kirche in Kolikontasi

Während Kosmas' Predigten ereigneten sich oft Wunder, die das glaubensschwache Volk auferbauten und auch die Muslimen beeindruckten; sie betrachteten ihn als einen Mann Gottes und behandelten ihn mit Respekt.

Auf Korfu wagte Kosmas den Konflikt mit den venedzianischen Machthabern, weil die sich für die Übernahme zeitgenössischer italienischer Bräuche einsetzten, Kosmas aber die orthodoxen Traditionen verteidigte. In Epirus sorgte er für die Verlegung der Wochenmärkte vom Sonntag auf den Samstag, was ihn in Konflikt mit jüdischen Händlern brachte. Kosmas wurde von den Epirus beherrschenden Osmanen beschuldigt, mit den Mächten Westeuropas zusammenarbeiten und mit seiner Predigttätigkeit einen Aufstand der Bevölkerung in Epirus vorzubereiten.

Nach erfolgreicher Bestechung wurde Kosmas im August 1779 durch die osmanischen Autoritäten in Südalbanien zum Tod durch Erhängen verurteilt und sein Leib dann in einen nahen Fluss geworfen.

Mosaik an der Metropolitankirche in Arta
Mosaik an der Metropolitankirche in Arta

Nach einiger Zeit wurden die Gebeine von Christen der Region geborgen und in der Kirche des heute ihm geweihten orthodoxen Klosters Shën Kozmait in Kolkondas im Süden Albaniens beigesetzt. Die Reliquien liegen heute in der erzbischöflichen Kathedrale in Tirana; sein Kopf wurde im 1. Weltkrieg entwendet und befindet sich bis heute in einem Museum in Wien.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.07.2019

Quellen:
• http://yaunatakabara.blogspot.com.es/2015/02/der-heilige-neumartyrer-kosmas-von.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.