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Ökumenisches Heiligenlexikon

Luitgard von Tongern

auch: Liutgard, Ludgard, Lutgard

Gedenktag katholisch: 16. Juni
gebotener Gedenktag im Trappisten- und Zisterzienserorden
Übertragung der Gebeine: 30. Juli

Name bedeutet: die Schützerin des Volkes (althochdt.)

Nonne, Mystikerin
* 1182 in Tongern/Tongeren in Belgien
† 16. Juni 1246 in Aywières beim heutigen Ottignies in Belgien


Luitgard hatte eine Erscheinung des leidenden Jesus, woraufhin sie in Sint-Truiden ins Benediktinerinnenkloster eintrat. 1205 wurde sie zur Priorin gewählt; um den vielen Verpflichtungen zu entkommen, ging sie 1206 ins Zisterzienserinnenkloster Aywières beim heutigen Ottignies; dort lebte sie asketisch und zurückgezogen und erlebte mystische Erfahrungen, dazu bekam sie die Gabe der Krankenheilung und der Bekehrung von Sündern. Im Mittelpunkt ihrer Visionen standen die Geheimnisse des Blutes Christi und des Herzens Jesu. Zur Bekehrung der Albigenser fastete sie 14 Jahre lang. Die letzten elf Jahre ihres Lebens war sie blind.

Reliquien von Luitgard sind in der Pfarrkirche in (Bas-) Ittre in Brabant.

Patronin von Belgien; für eine glückliche Entbindung

Matthias Braun: Statue auf der Karlsbrücke in Prag, 1710
Matthias Braun: Statue auf der Karlsbrücke in Prag, 1710




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.07.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.cns.bu.edu/~satra/kaatvds/lutgard.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.