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Ökumenisches Heiligenlexikon

Marcellinus


Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom
Medaillon, um 1848, in der Basilika San Paolo fuori le Mura in Rom

Marcellinus war nach der durch die Anhänger des Donatismus im 5. Jahrhundert erhobenen Anklage zeitweise vom Glauben abgefallen; er habe in der Verfolgungszeit heilige Schriften ausgeliefert und Weihrauch geopfert; eine zur Zeit von Papst Symmachus entstandene Schrift mit dem Ziel der Untermauerung des römischen Anspruchs, dass niemand von außerhalb den Papst richten könne, beruft sich auf diesen Abfall und erzählt, dass Marcellinus sich selbst verurteilt habe. Marcellinus' Tod fällt in die Hochzeit der Verfolgungen unter Kaiser Diokletian, ein Martyrium ist aber nicht nachgewiesen.

Die Existenz des Marcellinus ist nicht eindeutig und umstritten. Der Kirchengeschichtsschreiber Eusebius von Cäsarea berichtet von einem Martyrium, das dem des Marcellus I. gleicht, der bei ihm aber nicht vorkommt. Der ChronographAls Chronograph (wörtlich „Zeitschreiber”, von altgriechisch χρόνος „Zeit” und γράφειν „schreiben”) wird - erstmals durch den Historiker Theodor Mommsen - der römische Schreiber Furius Dionysius Filocalus bezeichnet, der 354 im Auftrag des christlichen Aristokraten Valentinus die Stadtgeschichte Roms verfasste. Darin waren erstmals im Westen ganzseitige Buchmalereien und erstmals wurde die Geburt Jesu auf den 25. Dezember datiert. nennt in seiner Bischofsliste Marcellus den Nachfolger des Marcellinus, in seiner Beschreibung der Bischofsgräber kennt er aber nur Marcellinus, der am 16. Januar beigesetzt worden sei; das Martyrologium des Hieronymus nennt für dieses Datum wieder Marcellus. Das Papstbuch beruft sich auf eine Leidensgeschichte aus dem 5. Jahrhundert und kennt Marcellinus als Märtyrer und nennt Marcellus I. als Nachfolger; die ab dem 5. Jahrhundert entstandenen Papstlisten kennen - im Westen wie im Osten - meist nur Marcellus.

Als Erklärung gilt, dass Marcellinus und Marcellus dieselbe Person gewesen und nur der Name unterschiedlich gegeben sei, oder, dass Marcellinus nur einfacher Priester war, der die Kirche in der Zeit der Verfolgungen und einer Vakanz bis zum Amtsantritt von Marcellus I. leitete.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Marcellinus und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.01.2019

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.