Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Bertilla Boscardin

Taufname: Anna Franziska
italienisch: Anna Francesca

Gedenktag katholisch: 20. Oktober

Name bedeutet: M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
B: die Glänzende (althochdt.)
A: die Begnadete (hebr.)
F: die Fränkische (latein.)

Nonne
* 6. Oktober 1888 in Brendola in Italien
20. Oktober 1922 in Treviso in Italien


Maria Bertilla Boscardin
Maria Bertilla Boscardin

Anna Franziska Boscardin besuchte drei Jahre die örtliche Schule und half ihrer Mutter im Haushalt und ihrem Vater in der kargen Landwirtschaft; ihre beiden Brüder starben jung. Im Alter von 17 Jahren trat sie den von Johannes Antonius Farina gegründeten Suore Maestre di Santa Dorotea, figlie dei Sacri Cuori, den Unterrichtsschwestern der heiligen Dorothea, Töchter von den Heiligsten Herzen (Jesu und Mariä) in Vicenza bei mit dem Ordensnamen Maria Bertilla, wo sie zunächst als Wäscherin und Küchenhelferin beschäftigt wurde. 1906 wurde sie in die Niederlassung nach Treviso gesandt, dort wurde sie dann ab 1908 bei der Versorgung von Kranken eingesetzt; selbst von schweren Krankheiten geplagt, pflegte sie diese hingebungsvoll, v. a. auch Verletzte und Sterbende in den Lazaretten des 1. Weltkrieges.

Statue am Geburtshaus in Brendola
Statue am Geburtshaus in Brendola

An Maria Bertillas Grab in Vicenza ereigneten sich zahlreiche Wunder.

Kanonisation: Maria Bertilla wurde am 8. Juni 1952 durch Papst Pius XII. seliggesprochen, Papst Johannes XXIII. sprach Maria Bertilla am 11. Mai 1961 heilig.

Relief in der Kathedrale in Vicenza
Relief in der Kathedrale in Vicenza

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Kapelle der Unterrichtsschwestern in Treviso ist täglich von 7.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.06.2021

Quellen:
• Infotafel am Geburtshaus in Brendola
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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