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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Antonius Farina

italienischer Name: Giovanni Antonio

Gedenktag katholisch: 14. Januar

Name bedeutet: J: Gott ist gnädig (hebr.)
A: der vorne Stehende (latein.: aus dem Geschlecht der Antonier)

Bischof von Treviso und Vicenza, Ordensgründer
* 11. Januar 1803 in Gambellara bei Vicenza in Italien
† 4. März 1888 in Vicenza in Italien


Johannes Antonius war das zweite von fünf Kindern von Peter Farina und Francesca geb. Bellame. Unter dem Einfluss seines Onekls, der Pfarrer war, wurde er religiös erzogen und trat im Alter von 15 Jahren ein ins Priesterseminar in Vicenza. 1827 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete dann 18 Jahre lang als Professor am Seminar und wurde dort Spiritual sowie gleichzeitig Kanoniker an der Kathedrale. Zugleich diente er in den ersten zehn Jahren auch als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. in der Vorstadtgemeinde San Pietro, wo er Mädchen kennenlernte, die oft sich selbst überlassen waren; besonderes Anliegen wurden ihm blinde und gehörlose Mädchen.

In dieser Arbeitergemeinde wurde 1827 eine Armenschule für Mädchen eröffnet, an der sich Johannes Antonius engagierte; 1831 kam eine weitere Schule hinzu. 1836 gründete Johannes Antonius mit drei Lehrerinnen die Kongregation der Suore Maestre di Santa Dorotea, figlie dei Sacri Cuori, Unterrichtsschwestern der heiligen Dorothea, Töchter von den Heiligsten Herzen (Jesu und Mariä) zur Sicherstellung des Unterrichts. Die Bildung und christliche Erziehung der Jugend und die Versorgung der Patienten in Krankenhäusern wurden ihre Aufgaben.

1850 wurde Johannes Antonius durch Papst Pius IX. zum Bischof von Treviso ernannt. Die geistige und materielle Hilfe für die Bedürftigen war ihm wichtig, bald schon wurde er Bischof der Armen genannt. Maßnahmen zur Bildung der Jugend und Weiterbildung des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. setzte er auch gegen Widerstand seines Kapitels durch. 1858 weihte er Giuseppe Sarto, den späteren Papst Pius X., zum Priester. 1860 wurde Johannes Antonius das Bistum Vicenza übertragen.

Vicenza gehörte seit dem Wiener Kongress von 1815 zum habsburgischen Kaiserreich. 1848 hatte es einen sehr heftigen Aufstand der Bevölkerung gegen die österreichische Herrschaft gegeben; auch noch nach Übernahme des Bistums durch Johannes Antonius hielten die Spannungen zwischen pro-österreichischen konservativen Katholiken und liberalen Befürwortern des Königreichs Italien an. Der neue Bischof ermahnte zur Treue zum Kaiser und Gehorsam gegenüber Papst und Bischof, deshalb wurde er wurde beschuldigt, pro-österreichisch zu sein. Mit strengen Maßnahmen und Überwachung ging er vor gegen KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und Laien, die pro-italienische Sympathien hegten. Als 1866 der dritten Unabhängigkeitskrieg den Anschluss der Region an Italien zur Folge hatte, kam es zu Demonstrationen und Feindseligkeiten gegen den Bischof.

In seiner Diözese setzte Farina ein umfangreiches Programm der Erneuerung in Gang, das die pastorale Arbeit förderte, die kulturelle und geistige Ausbildung des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und der Gläubigen förderte, den Katechismus für die Erziehung von Kindern und die Studien im Seminar reformierte. Zudem stand er Bruderschaften zur Unterstützung von Armen und älteren Priestern vor. Anfeindungen ob seiner Aktivitäten ertrug er geduldig. An den Sitzungen des 1. Vatikanischen Konzils nahm er teil, bis er Trient am 14. Juni 1870 aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste.

Nach einer ersten schweren Erkrankung 1886 schwanden Farinas körperlichen Kräfte allmählich, 1887 wurde ihm deshalb ein Koadjutor beigestellt. Er starb nach einem Schlaganfall.

Johannes Antonius Farina wurde auf dem Großen Friedhof in Vicenza bestattet. 1998 wurden seine Gebeine in die Kapelle der Unterrichtsschwestern der heiligen Dorothea, Töchter von den Heiligsten Herzen (Jesu und Mariä) übertragen.

Kanonisation: Johannes Antonius Farina wurde am 4. November 2001 durch Papst Johannes Paul II. selig- und am 23. November 2014 durch Papst Franziskus heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.02.2017

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Antonio_Farina