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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Magdalena Martinengo da Barco

italienischer Ordensname: Maria Maddalena
Taufname: Margherita

Gedenktag katholisch: 27. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Brescia, im Kapuzinerorden und im Klarissenorden

Name bedeutet: Mar: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
Mag: Die aus Magdala (am See Gennesaret) Stammende (hebr.)

Äbtissin, Mystikerin
* 5. Oktober 1687 in Brescia in Italien
† 27. Juli 1737 daselbst


Margherita wurde in der vornehmen Adelsfamilie Martinengo da Barco in deren Palast geboren; ihre Mutter starb wenige Monate nach der Geburt. Auch Margherita war ein schwaches, kränkliches Kind und wurde deshalb erst im Alter von knapp vier Jahren getauft. Im Alter von sechs Jahren kam sie in die Schule der Ursulinen, 1698 in die Schule des Augustinerinnenklosters Santa Maria degli Angeli, ein Jahr später in die Schule der Benediktinerinnen. Im Alter von 13 Jahren gelobte sie ewige Jungfräulichkeit und lehnte in der Folge die von ihrem Vater geplante Hochzeit mit einem Senator aus Venedig ab.

Als Margherita 16 Jahre alt war, sah sie sich beim Gebet vor dem Tabernakel in einer Vision in den Ordenskleidern der Kapuzinerinnen. Ihr Vater schickte sie auf eine Reise durch verschiedene italienische Städte, um sie vom Gedanken ans Ordensleben abzubringen; aber 1705 trat sie dem Orden im Kloster Santa Maria della Neve in Brescia bei mit dem Ordensnamen Maria Magdalena. Sie zeichnete sich trotz ihrer Schwäche aus durch außerordentliche Bußbereitschaft und Askese bis zur Selbstvernichtung; ab 1722 wurden ihr jeden Freitag Visionen des Leidens Christi zuteil dem sie sich als seine Braut innig verbunden fühlte; auch seine Wundmale habe sie empfangen, die aber auf ihre Bitte anderen verborgen blieben. Mehr als 2000 Aufzeichnungen geben Zeugnis ihrer Gnadengaben, darunter ihre 1725 auf Anweisung hin verfasste Autobiographie.

Maria Magdalena wurde Novizenmeisterin und 1732 Äbtissin ihres Klosters. In den letzten Jahren vor ihrem Tod kränkelte sie zunehmend, bei der Pflege entdeckte man die Wundmale Christi.

Ihre Beerdigung begleitete eine große Menschenmenge. An Maria Magdalenas Grab in der Klosterkirche in Brescia ereigneten sich bald schon Wunder.

Kanonisation: Maria Magdalena wurde von Papst Leo XIII. am 3. Juni 1900 seliggesprochen.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.11.2014

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• www.capdox.com/files/saints/july/Martinengo.pdf
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.