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Ökumenisches Heiligenlexikon

Martin Kähler

Gedenktag evangelisch: 7. September

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Theologe
* 6. Januar 1835 in Ostpreußen
† 7. September 1912 in Freudenstadt im Schwarzwald in Baden- Württemberg


Martin Kähler
Martin Kähler

Martin Kähler war Pfarrersohn. Mit 11 Jahren kam er nach Elbing - dem heutigen Elbląg - ins Gymnasium; damals kannte er schon alle Werke von Friedrich Schiller. Nach dem letzten Schuljahr, das er in Königsberg - dem heutigen Kaliningrad - absolvierte, studierte er Jura. Eine schwere Typhuserkrankung brachte ihn dem Tod nahe, die überraschende Genesung führte ihn zum Entschluss, Theologie zu studieren. 1854 begann er damit an der theologischen Fakultät in Heidelberg, wo ihn v. a. Professor Richard Rothe beeindruckte, dann ging er nach Halle, wo August Tholuck ihn stark beeinflusste. 1860 wurde er hier Privatdozent, 1867 Inspektor des Konvikts, der Wohnungs- und Ausbildungsstätte für Theologen in Schlesien. Immer wieder von Krankheiten geplagt, nahm er die Aufgabe der Begleitung der Studenten in ihren wissenschaftlichen und Glaubens-Fragen sehr ernst.

1877 erschien Martin Kählers Werk Das Gewissen, das ihm große Anerkennung einbrachte, dazu 1879 den Doktorgrad und eine Professur für systematische Theologie und Neues Testament in Halle. Noch immer wurde er vom väterlichen Freund Tholuck begleitet und gefördert. Trotz seiner scharfsinnigen Theologie, besonders zur Rechtfertigungslehre, lag Kähler weniger die wissenschaftliche Lehre, sondern mehr die Förderung des Glaubens und der Liebe zur Bibel am Herzen. Scharf wandte er sich gegen die Versuche seiner Zeit, aus dem Neuen Testament das Gerüst eines historischen Jesus zu erheben.

1912, nach scheinbarer Genesung von einer Lungenentzündung, hielt Kähler seine letzte Vorlesung, begab sich zur Kur in den Schwarzwald, erkrankte dort erneut und starb mit den Worten: Nun ist nichts mehr an mir, was wider Gott ist.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.08.2018

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.