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Ökumenisches Heiligenlexikon

Meinrad von Einsiedeln

eigentlich: Meginrad
auch: Megimad
auch: von der Reichenau

Gedenktag katholisch: 21. Januar
nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet
Diözesankalender Freiburg i.Br., Rottenburg, Chur, Einsiedeln, St. Gallen
Weihe des Oratoriums: 14. September
in Konstanz: Übertragung der Gebeine nach Einsiedeln: 6. Oktober

Name bedeutet: kraftvoller Ratschlag (althochdt.)

Einsiedler, Mönch, Märtyrer
* Ende des 8. Jahrhunderts in Sülchen, heute abgegangene Siedlung im Stadtgebiet von Rottenburg in Baden-Württemberg
† 21. Januar 861 an der Stelle des heutigen Klosters in Einsiedeln in der Schweiz


Meinrad-Statue in der Pfarrkirche in Vilsingen in Oberschwaben
Meinrad-Statue in der Pfarrkirche in Vilsingen in Oberschwaben

Meinrad kam im Alter von fünf Jahren als Schüler ins berühmte Kloster auf der Bodenseeinsel Reichenau, wo er mit 25 Jahren zum Diakon, dann zum Priester geweiht und auf Anraten seines Onkels, des Abtes Erlebald, Mönch im Benediktinerorden wurde. In der mit einer Schule verbundenen Klosterzelle Babinchova - dem heutigen Benken - am Zürcher See wurde er um 824 Lehrer. Seine besondere Liebe zur Einsamkeit ließ ihn dann 828 am Etzelpass südlich des Zürichsees ein Einsiedlerleben führen. Weil ihn dort zu viele Menschen aufsuchten, zog er sich um 835 zwei Wegstunden weiter zurück in eine Einsiedelei im finsteren Wald an der Stelle des heutigen Klosters in Einsiedeln, wo er - unterstützt von der Äbtissin Heilwiga von Säckingen und anderen Frommen - über 25 Jahre lebte.

Meinrads geistliches Leben war geprägt von strenger Askese nach dem Vorbild der alten Wüstenmönche. Gegen seinen Willen verbreitet sich der Ruf des Einsiedlers wieder schnell in der ganzen Gegend. Geschenke, die man ihm aus Dankbarkeit brachte, gab er an die Armen der Umgebung weiter. Dennoch waren wohl solche Nachrichten der Grund dafür, dass er von zwei Räubern, die er zuvor noch mit Brot und Wein bewirtet hatte, überfallen und mit einer Keule erschlagen wurde. Zwei Raben, die Meinrad aufgezogen und ernährt hatte, verfolgten der Überlieferung zufolge die Mörder bis nach Zürich und veranlassten dort ihre Gefangennahme.

An Meinrads Zelle versammelten sich nach seinem Tod andere Einsiedler wie Benno, bis daraus 934 durch Eberhard das Kloster Einsiedeln mit der Benediktinerregel wurde. Schon blad wurde auch Meinrads Lebensgeschichte verfasst. Zunächst auf der Reichenau bestattet, wurden Meinrads Reliquien 1039 an den Ort seines Todes zurückgebracht und in der nach dem Brand von 1029 neu erbauten Kirche des Klosters beigesetzt; die Schädelreliquie liegt jetzt im 1984 durch Papst Johannes Paul II. geweihten Volksaltar. Auf dem Etzelpass wurde eine Meinrad geweihte Kapelle erbaut, die im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich bezeugt und 1698 neu gebaut wurde.

Benediktinerabtei Einsiedeln heute
Benediktinerabtei Einsiedeln heute

Attribute: Rabe, Krug und Brot
Patron der Gegend um Einsiedeln


Bilder vom Etzelpass und aus der Meinrad-Kapelle

Die Muttergottes von Einsiedeln


  Der Immaculata-Verlag bietet ein Dokument, das ausführlich über Meinrad und die Meinradszelle sowie die weitere Entwicklung und Geschichte des Klosters Einsiedeln informiert.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://via-beuronensis.de/heiliger-meinrad-einsiedeln
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998
• Georg Holzherr: Die Stiftskirche Einsiedeln. 22. Aufl. Schnell & Steiner, Regensburg 2011