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Ökumenisches Heiligenlexikon

Meinwerk von Paderborn

Gedenktag katholisch: 5. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Paderborn: 7. August

Name bedeutet: der mit Kraft Wirkende (althochdt.)

Bischof von Paderborn
* um 970 in Sachsen
† 5. Juni 1036 in Paderborn in Nordrhein-Westfalen


Statuen in den Giebelarkaden des Querhauses des Doms in Paderborn: Meinwerk (links), Maria und Bischof Simon I. zur Lippe, Bischof von Paderborn von 1247 bis 1277
Statuen in den Giebelarkaden des Querhauses des Doms in Paderborn: Meinwerk (links), Maria und Bischof Simon I. zur Lippe, Bischof von Paderborn von 1247 bis 1277

Meinwerk, Sohn von Adela von Hamaland und so mit den Karolingern verwandt, Bruder der Emma von Lesum und Sohn des angesehenen, mit dem sächsischen Königshaus verwandten Geschlechts der Immedinger, Verwandter wohl auch des Patriarchen Poppo von Aquileia, besuchte die Domschulen in Halberstadt und Hildesheim; hier teilte er die Schulbank mit seinem Verwandten, dem späteren Kaiser Heinrich II.. Meinwerk wurde Domkanoniker in Halberstadt, dann Kapellan am Königshof von Otto III. und anschließend Heinrich II. in Aachen, dann von Heinrich II. 1009 zum Bischof von Paderborn ernannt, geweiht durch Willigis von Mainz in Goslar.

Mit seinem beachtlichen Vermögen trug Meinwerk zum Aufschwung der zuvor armen Diözese Paderborn bei: er übertrug ihr Güter aus seinem Besitz und sorgte für viele Schenkungen durch Adelige. Meinwerk förderte er den Kirchenbau, so die nach dem Vorbild der Jerusalemer Grabeskirche ausgeführte Stiftskirche Busdorf in Paderborn, mühte sich um die Verbesserung der kirchlichen Organisation, auch durch Gründung neuer Pfarreien, gründete das Kloster Abdinghof und Schulen, holte bedeutende Lehrer an die Domschule, ließ einen neuen Bischofspalast bauen und förderte die Kunst. Den 1000 abgebrannten Dom ersetzte er durch einen Neubau, der 1015 geweiht wurde. Um 1018 hielt er die erste bezeugte DiözesansynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab.

Außergewöhnlich war Meinwerks Einsatz im Dienst für die Könige, den er - wie Konrad II. lobend hervorhob - mit größerer Ergebenheit und häufiger als andere Bischöfe nicht nur einmal, sondern fast das ganze Jahr über versah. Er unterstützte Heinrich II. und Konrad II. bei ihren Feldzügen, besonders gegen die Polen, und begleitete 1014 und 1027 die beiden zur Kaiserkrönung nach Rom, die jeweils in der Peterskirche stattfand. Paderborn wurde zu einem der führenden Residenzorte im Reich, die Königspfalz wurde - wohl unter seiner Leitung - neu gebaut mit einem 45 Meter langen Saalbau. Meinwerks Dienste wurden durch zahlreiche königliche Schenkungen belohnt.

Meinwerk wurde im von ihm gegründeten Kloster Abdinghof in Paderborn bestattet, seit 1810 liegen seine Gebeine in der von ihm gestifteten Busdorfkirche.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.07.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bochum.de/persoenlichkeiten/von_stiepel.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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