Ökumenisches Heiligenlexikon

Nerses I. der Große

Gedenktag katholisch: 19. November

Gedenktag orthodox: 30. September

Gedenktag armenisch: 19. November
Fest
bedacht in der armenischen Anaphora

Name bedeutet: ?

Katholikos von Armenien, Märtyrer
* 335 in Etschmiadsin in Armenien
25. Juli 373 daselbst


Nerses, Prinz aus dem Haus der Gregoriden - der Nachkommen von Gregor dem Erleuchter - war der Sohn von Atanakines und Enkel des als Märtyrer gestorbenen Katholikos Husik I. Seine Mutter war Bambischen, eine Prinzessin aus dem Haus der Arsakiden, Tochter von König Chosroes II. und Schwester von König Tigranes VII. Nerses wurde in Cäsarea - dem heutigen Kayseri - ausgebildet und war dann Kämmerer, Rat und Schwertträger von König Arschak II., der von um 338 bis 368 regierte. Nerses heiratete 350 eine Prinzessin der Familie Mamikonian und wurde Vater von Isaak „dem Großen”. 353 löste er seine Ehe auf, denn es ergab sich die Gelegenheit, das Amt des Katholikos, auf das sein Vater verzichtet hatte, wieder in die Familie zu holen; Nerses wurde der sechste in der Reihe der Amtsinhaber als Katholikos der Armenischen Kirche mit Sitz in Vałaršapat / Etschmiadsin.

Nerses hatte das Amt inne in der Zeit, als 363 der sassanidische Großkönig Schapur II. Armenien angriff, Arschak II. aber den Angriff abwehren konnte. Durch Reformen bemühte Nerses sich, die Kirche, die bisher vom Königtum und Adel beherrscht war, dem Volk nahezubringen. Dazu hielt er in Artaxata / Artaschat eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab, auf der die Ausübung der Religion des Zoroastrismus, die Polygamie. die Ehescheidung und die Blutrache verboten wurden. Trunkenheit wurde nun bestraft, Waisenhäusern und Spitäler – insbesondere für Leprakranke – wurden eingerichtet, Schulen gegründet, zahlreicher Klöster eröffnet, das Einsiedlerleben gefördert, die Liturgie reformiert. König Arschak II. missfielen die Reformen, deshalb schickte er Nerses 365 ins Exil, aus dem er 369 vom neuen König Pap zurückgerufen wurde. Als Nerses dessen Sittenlosigkeit kristisierte und ihm verbot, die Kirche zu betreten, lud dieser ihn unter dem Vorwand einer Versöhnung zu einem Essen ein und ließ ihn dabei vergiften.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.06.2020

Quellen:
• https://catholicsaints.info/saint-nerses-the-great/
• https://de.wikipedia.org/wiki/Nerses_I._der_Gro%C3%9Fe

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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