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Ökumenisches Heiligenlexikon

Nikolaus Saggio von Longobardi

italienischer Name: Nicola
Taufname: Giovanni Battista

Gedenktag katholisch: 2. Februar
gebotener Gedenktag im Paulanerorden: 3. Februar

Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk (griech.)

Ordensmann
* 6. Januar 1650 in Longobardi bei Cosenza in Italien
† 3. Februar 1709 in Rom


Giuseppe Cadses: Kaspar de Bono Manzón (links) und Nikolaus Saggio von Longobardi, Altarbild, 1792, in der Kirche Sant'Andrea delle Fratte in Rom
Giuseppe Cadses: Kaspar de Bono Manzón (links) und Nikolaus Saggio von Longobardi, Altarbild, 1792, in der Kirche Sant'Andrea delle Fratte in Rom

Giovanni Battista Saggio war der erste Sohn einer armen Familie; zur Ausbildung konnte er nur den katechetischen Unterricht besuchen, wo er Lesen und Schreiben lernte. Er besuchte jeden Sonntag die Messe in der Kirche Madonna dell'Assunta des Paulanerklosters, so wuchs der Wunsch zum Ordenseintritt; 1668 trat er als Tertiar den Franziskanern bei, erledigte aber während der folgenden Jahre seine Arbeit als Bauer. Als er den Wunsch äußerte, richtiger Münch im Paulanerorden zu werden, war seine Familie dagegen, weil sie seine Arbeitskraft nicht verlieren wollte. Erst nachdem er dann erblindete, stimmten seine Eltern zu und er trat mit dem Ordensnamen Nikolaus ein. Im Kloster seiner Heimatstadt verrichtete er dann einfache Arbeiten. 1677 kam er ins Kloster nach Paola und wirkte als Begleiter und Sekretär des Ordensprovinzials. 1679 kam er ins Kloster an San Martino ai Monti in Rom. Dort wirkte er als Katechet; dabei war er so beliebt, dass es ein Ansturm von Familien gab, die ihre Kinder von ihm unterrichten lassen wollten. 1683 unternahm er zu Fuß eine Wallfahrt nach Loreto, um Gott um die Befreiung Wiens von den Türken zu bitten.

In den folgenden drei Jahren machte er mystische Erfahrungen, erlebte Ekstasen und vertiefte sich in die Betrachtung der Dreifaltigkeit. Er kehrte zurück ins Kloster nach Paola, bis er im Herbst 1694 wieder ins Kloster nach Longobardi geschickt wurdet, um dessen Ausbau und die Wiederherstellung der Kirche zu leiten; für die Kirche erhielt er von der fürstlichen Familie der Colonna aus Rom Reliquien der frühchristlichen Märtyrerin Innocentia. Zurück in San Martino ai Monti in Rom besuchte er die 7 Pilgerkirchen in Rom, erlebte die Transverberation durch einen Engel mit einem feurigen Pfeil und sah, wie Christus ihm den Verlobungsring der Mystiker gab. Er blieb demütig und bescheiden und führte ein Leben des Gebetes, der Liebe und der Buße. Als 1709 die Gefahr einer neuen Plünderung Roms drohte, bot er Christus sein Leben an für die Rettung der Stadt.

An einer Lungenentzündung erkrankt, besuchten ihn Adelige und Arme, Papst Clemens XI. betete für ihn. Mit dem Kruzifix in Händen sagte Nikolaus: Das Paradies, das Paradies und starb.

In Longobardi wurde Nikolaus' Geburtshaus zu einer Kapelle ausgebaut.

Kanonisation: Nikolaus wurde am 17. August 1786 durch Papst Pius VI. selig- und am 23. November 2014 durch Papst Franziskus auf dem Petersplatz heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.07.2017

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Nicola_da_Longobardi
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/90628

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.