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Ökumenisches Heiligenlexikon

Osanna von Kotor

orthodoxer Taufname: Jovana
katholischer Taufname: Katharina
serbokroatisch: Ozana Kotorska
italienisch: Osanna da Cattaro

Gedenktag katholisch: 27. April
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Eisenstadt und im Dominikanerorden

Name bedeutet: die Gastfreundliche (griech. - slawisch)

Reklusin, Mystikerin
* 25. November 1493 in Relezi in Montenegro
† 27. April 1565 in Cattaro, heute Kotor in Montenegro


Andachtsbildchen
Andachtsbildchen

Jovana war die Tochter des Serbisch-Orthodoxen Priesters Pero Kosić; auch ihre beiden Großväter waren Priester, ihr Onkel wurde Bischof von Zeta - etwa dem heutigen Montenegro. Als Jugendliche arbeitete Jovana als Schäferin, nutzte aber die Zeit auch zum intensiven Gebet; berichtet wird, dass sie dabei mehrere Erscheinungen des Jesuskindes hatte. Als sie 14 Jahre alt war, forderte eine solche erscheinung sie auf, nach Cattaro zu gehen, das damals unter der Herrschaft von Venedig stand. Dort erhielt sie eine Anstellung bei der reichen Familie Bucca, die ihre Frömmigkeit unterstützte, lernte Lesen und Schreiben und konvertierte zum Katholiszismus mit dem Taufnamen Katharina. Dann ließ sie sich als Reklusin nahe der Bartholomäus-Kirche von Cattaro einschließen; durch ihr kleines Fenster konnte sie an der Messe teilnehmen und wurde Ratgeberin für die Menschen. Nachdem ein Erdbeben ihre Zelle zerstört hatte, ging sie zu einer neuen an der Paulus-Kirche und trat 1613 als Tertiarin dem Dominikanerorden bei mit dem Ordensnamen Osanna in Erinnerung an Osanna von Mantua. Nachdem sich einige weitere Frauen nahe ihrer Zelle niedergelassen hatten, wurde ein Kloster gegründet, wobei Osanna als Leiterin betrachtet wurde.

Osanna empfing viele weitere Visionen des Jesuskindes, der Maria und verschiedener Heiliger; der Versuchung, ihre Bußlesitungen zu mildern, widerstand sie standhaft. Als 1539 Cattaro vom muslimischen Seeräuber Khair ad-Din Barbarossa überfallen wurde, bewirkten Osannas Gebete dessen Scheitern.

Osanna unverwester Leichnam wurde bis 1807 in der Paulskirche in Kotor verehrt; als die Kirche von den nun herrschenden Franzosen in ein Lagerhaus verwandelt wurde, kam er in die Marienkirche. Die Menschen in Kotor verehrten sie als heilig, nannten sie die Trompete des Heiligen Geistes, Lehrerin der Mystik, jungfräuliche Ratgeberin oder Friedensengel.

Kanonisation: 1905 wurde der offizielle Seligsprechungsprozess eingeleitet, 1927 die Verehrung durch Papst Pius XI. anerkannt, 1934 erfolgte die Seligsprechung.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.03.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.