Ökumenisches Heiligenlexikon

Peladius von Embrun

französischer Name: Pélade, Pallade
spanischer Name: Patllari, Paladio
auch: Palladius

Gedenktag katholisch: 21. Juni

Name bedeutet: der Ölige (latein.)

Bischof von Embrun
541 (?) in Embrun bei Gap in Frankreich


Reliquiar, erstes Drittel des 14 Jahrhunderts, in der Marienkirche in Camprodon in Spanien
Reliquiar, erstes Drittel des 14 Jahrhunderts, in der Marienkirche in Camprodon in Spanien Foto: Bertrand GRONDIN

Peladius war der Überlieferung zufolge Sohn vornehmer christlicher Eltern. Er wurde Schüler von Erzbischof Catulin, der 517 an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Epaone - dem heutigen Albon - teilnahm und wegen seiner Gegnerschaft zu den Anhängern des Arianismus und König Sigismund von Burgund ins Exil nach Vienne geschickt wurde; Peladius folgte ihm dorthin und sie lebten bei Bischof Avitus. Catulin starb in Vienne, nach seinem Tod wurde == Gallicanus I. Erzischof von Embrun, starb aber bald nach seiner Weihe und um 518 wurde Peladius sein Nachfolger. Gerühmt wurden sein prophetischer Geist, oft sei er der Begegnung mit Engeln gewürdigt worden, seine Gebete seien oft in wunderbarer Weise erhört worden.

Bald schon wurde Peladius' ob der geschehenen Wunder von vielen Menschen aufgesucht. Eine Legende erzählt, dass Peladius' Gebeine im 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen gestohlen wurden, die sie nach Spanien bringen wollten; sie kamen aber nur bis nach Camprodon bei Girona, denn dort wurde der Sarg so schwer, dass ihn der Esel nicht mehr tragen konnte. Er wurde dann dort im Kloster San Pedro verwahrt; als dieses 1470 geplündert wurde, kam das Reliquiar wieder nach Frankreich, wurde aber 1484 zurückgegeben und ruht nach Auflösung des Klosters nun in der Marienkirche, wo am 21. Juni der Übertragung gedacht wird.

Über die Amtszeit von Peladius gibt es verschiedene Nachrichten, das französische Kirchenlexikon Bibliothèque sacrée nennt das Amtsjahr 518 mit Berufung auf eine zeitgenössische Quelle. Im Bergdorf Réallon bei Gap ist Peladius die Kirche geweiht.

Patron von Camprodon





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.09.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• http://compilhistoire.pagesperso-orange.fr/prenomsP.html
• http://nominis.cef.fr/contenus/saint/10672/Saint-Pelade.html
• https://es.wikipedia.org/wiki/Arqueta_de_Sant_Patllari
• http://www.alpes-guide.com/Sources/Patrimoine/fiche2.asp?psite=166
• Charles-Louis Richard und Jean Joseph Giraud: Bibliothèque sacrée ou Dictionnaire universel historique, dogmatique, canonique, géographique et chronologique des sciences écclésiastiques …, Bd. 27, Paris 1827

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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