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Ökumenisches Heiligenlexikon

Peter Rigler

Gedenktag katholisch: 6. Dezember

Name bedeutet: der Fels (griech. - latein.)

Priester, Prior
* 28. Juni 1796 in Sarnthein / Sarentino in Südtirol in Italien
6. Dezember 1873 in Bozen in Südtirol in Italien


Peter Paul Aloys, Sohn des Buchhalters Josef Rigler und Magdalena geb. Scheitz, einer tiefgläubigen Frau, war das jüngste von fünf Geschwistern. Er wurde geboren, als die Eltern vor dem Bozen bedrohenden Napoleon nach Sarnthein ausgezogen waren; sie konnten aber bald schon wieder nach Bozen zurückkehren. Peter verlor seinen Vater, als er noch kein Jahr alt war, und besuchte nach der Grundschule ab 1806 das Gymnasium der Benediktiner in Meran und nach dessen Schließung im Zuge der Säkularisation das Gymnasium in Brixen. Er studierte dann bis 1815 am Priesterseminar in Trient, wurde zum Priester geweiht und wurde 1819 Professor für Moraltheologie, dazu 1825 Spiritual und 1836 Professor für Pastoraltheologie am Seminar. Schon ab 1821 war er zudem als geschätzter Prediger für die deutschsprachige Gemeinde von Trient tätig. Ab 1830 richtete er - größtenteils aus eigenen Mitteln - das Vigilianum ein als Schülerheim für die von auswärts Kommenden - 1848 musste es aus politischen und fianziellen Gründen wieder schließen; auch beim Aufbau des Johanneum in Bozen wirkte er unterstützend mit. Nachdem sich sein Wunsch nach einem Ordenseintritt lange nicht hatte verwirklichen lassen, weil er mit seinen anderen Ämtern unvereinbar war, konnte Peter Rigler 1842 in der Deutschhaus-Kommende in Bozen dem Deutschen Orden beitreten.

Deutschhaus-Kirche in Bozen
Deutschhaus-Kirche in Bozen

Nachdem der Deutsche Orden damals ziemlich verweltlicht georden war, wurde Peter Rigler zu seinem Erneuerer. Er nahm 1842 die ersten Schwestern in der Niederlassung im Ortsteil Lanegg von Lana in den Orden auf und wurde mit deren geistlicher Betreuung beauftragt. Daraus wuchs der in der Reformationszeit ausgestorbene weibliche Zweig des Ordens neu und breitete sich aus bis nach Schlesien. 1855 konnte er auch die Priestergemeinschft mit Sitz an der Pfarrkirche im Ortsteil Niederlana von Lana bei Meran gründen und zog dort zunächst mit zwei Laienbrüdern und einigen Novizen ein; auch daraus wuchs eine Niederlassung in Schlesien. 1865 anerkannte der Orden die Gemeinschaft, Rigler entwarf die Konventsregel, die 1871 von Papst Pius IX. bestätigt wurde. Rigler hat damit den Deutschen Orden von innen heraus erneuert und wurde 1872 offiziell Prior in Lana.

Peter Riglers Grab ist in der Ordensgruft auf dem Friedhof an der Pfarrkirche in Niederlana
Peter Riglers Grab ist in der Ordensgruft auf dem Friedhof an der Pfarrkirche in Niederlana

Peter Riglers Grab ist in der Ordensgruft auf dem Friedhof an der Pfarrkirche in Niederlana. Schon seine Zeitgenossen hielten ihn für einen Heiligen.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess wurde 1987 durch den Bischof von Bozen offiziell eröffnet.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Pfarrkirche im Ortsteil Niederlana von Lana ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen, diese finden täglich außer sonntags und montags um 11 Uhr statt; Riglers Grab in der Ordensgruft auf dem Friedhof an der Pfarrkirche ist frei zugänglich. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.07.2021

Quellen:

• http://www.deutscher-orden.de/_pages/_orden_allgemein/geschichte/geschichte_fenster/hochmeister/rigler.htm

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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