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Ökumenisches Heiligenlexikon

Robert Schuman

Gedenktag katholisch: 4. September

Name bedeutet: der ruhmreich Glänzende (germanisch - althochdt.)

Politiker
* 29. Juni 1886 in Luxemburg in Luxemburg
† 4. September 1963 in Scy-Chazelles bei Metz in Frankreich


Robert Schuman wurde von der französischen und der deutschen Kultur und Religiosität gleichermaßen geprägt. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Bonn, in München, Berlin und an der Universität in Straßburg. 1912 eröffnete er eine Anwaltskanzlei im damals deutschen Metz, 1913 war er Organisationsleiter des 60. Deutschen Katholikentages in Metz. Nachdem Lothringen 1918 französisch wurde, wurde Schuman 1919 Mitglied der Nationalversammlung als Vertreter des Départements Mosel; in diesem Amt wirkte er bis 1940, als er aus der Vichy-Regierung, einer von den nationalsozialistischen deutschen Besetzern unterstützen Marionettenregierung in Paris, austrat. Schuman wurde durch die Gestapo verhaftet und kam ins Gefängnis in Metz, dann in Sonderhaft bei der Gestapo in Neustadt in der Pfalz.

1942 gelang Schuman die Flucht nach Frankreich, er hielt sich nun im Untergrund auf und knüpfte Kontakte zur Widerstandsbewegung. Nach Kriegsende 1945 wurde er Mitglied der Nationalversammlung für die neugegründete republikanische Volksbewegung Mouvement de Rassemblement Populaire (MRP). Von November 1947 bis Juli 1948 wirkte er als Ministerpräsident Frankreichs, dann von 1948 bis 1953 als Außenminister. 1950 trat er in Reden vor Studenten in Mainz und Berlin in deutscher Sprache für eine weitgehende deutsch-französische Annäherung ein, gleichzeitig stellte er den Plan einer westeuropäischen Montanunion vor, den sogenannten Schuman-Plan. 1951 unterzeichneten die Außenminister der Beneluxstaaten, Frankreichs, Italiens und der Bundesrepublik in Paris den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der Vorläuferin der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und heutigen Europäischen Gemeinschaft. 1958 wurde Schuman einstimmig zum ersten Präsidenten des Europäischen Parlaments in Straßburg gewählt, nach dem Rücktritt vom Amt wurde er 1960 Ehrenpräsident.

Statue „Europa” an der Stelle des ehemaligen Maison de l'Europe in Straßburg
Statue Europa an der Stelle des ehemaligen Maison de l'Europe in Straßburg

Als Vater Europas wird Schuman bezeichnet ob seiner Impulse auf dem Weg zu einem vereinten Europa und in der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich. Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet, so 1958 mit dem Karlspreis der Stadt Aachen. In dem Haus in Scy-Chazelles - einem Vorort von Metz -, in dem Schuman 39 Jahre lang bis zu seinem Tod wohnte, wurde 2004 ein Museum eröffnet, in dem die Einrichtung wie zu Lebzeiten des Politikers belassen wurde.

Kanonisation: 1989 wurde in Metz das Institut Saint-Benoît Patron de l'Europe gegründet, dessen Ziel die Seligsprechung Schumans ist; 2004 übergab der Generalsekretär des Instituts sechs Kartons und 150 Kilogramm Akten an die Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen im Vatikan.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.09.2017

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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