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Ökumenisches Heiligenlexikon

Simplicianus von Mailand


Simplicianus wirkte in Rom, wo er um 354 den berühmten Rhetor Marius Victorinus zum Christentum bekehrte, dann in Mailand; hier beeinflusste er ab 374 Ambrosius, unterrichtete den schon zum Bischof gewählten als Taufbewerber und taufte ihn. Augustinus wandte sich 386 - vor seiner Hinwendung zur Kirche - an Simplicianus und bat ihn um Rat; um 397 verfasste Augustinus zwei Bücher, in denen er auf exegetische und theologische Fragen antwortete, die Simplicianus ihm gestellt hatte; darin legte er die Grundzüge seiner Gnadenlehre fest. 397 wurde Simplicianus Nachfolger des berühmten Ambrosius als Bischof. Er ist in den Akten des KonzilsSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Karthago - dem heutigen Vorort von Tunis - 397 und des 1. Konzils von Toledo 400 genannt, möglicherweise leitete er das Konzil von Turin 398 und gründete das dortige Bistum; mit der Weihe des ersten Bischofs Gaudentius stand er an der Wiege des Bistums Novara.

Bestattet wurde Simplicianus in der Basilika Virginum, der Basilika der Jungfrauen, die später seinen Namen erhielt. Seine Verehrung ist schon im 5. Jahrhundert bezeugt, die Lebensgeschichte entstand im 11. Jahrhundert.

Erhalten sind vier Briefe von Ambrosius an Simplicianus und ein Brief von Augustinus an ihn. Die mittelalterlichen Geschichtsschreiber der Augustiner-Eremiten machten aus Simplicianus einen Eremiten, der Ambrosius und Augustinus in das Ordensleben einführte und letzterem einige Brüder mit nach Afrika gegeben hat.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.05.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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