Ökumenisches Heiligenlexikon

Theoderich von Minden

neudeutsch: Dietrich

28 Gedenktag katholisch: 2. Februar

Name bedeutet: der im Volk Mächtige (althochdt.)

Bischof von Minden, Klostergründer, Märtyrer
2. Februar 880 nahe Ebstorf bei Lüneburg in Niedersachsen


Theoderich, der dritte Bischof von Minden, gründete das Kloster in Wunstorf. Er starb zusammen mit Bischof Markward von Hildesheim, Herzog Bruno von Sachsen, den elf Grafen Wigmann, Bardo, Bardo und Bardo, Thiotrich, Gerrich, Liutolf, Folkward, Awan, Thiotrich, Liuthar, sowie den 14 Beamten Bodo, Aderam, Alfuin, Addasta (Aida), Aida, Aida, Dudo 1, Wal, Halilf, Humildium, Adalwin, Werinhard, Thiotrich und Hilward, zudem wohl auch die am 3. Februar genannten Herbert und Gaudbertus (Simon, Simeon) sowie viele weiteren Grafen und königlichen Beamten nahe Ebstorf in einer Schlacht der christlichen Sachsen gegen eingedrungene heidnische Normannen.

Theoderich soll in seinem Kloster Wunstorf bestattet sein. Die anderen Gefallenen seien auf dem Kampfplatz an drei verschiedenen Stellen bestattet und schon bald vom Volk verehrt worden, dann aber in Vergessenheit geraten sein, bis man ihre Gräber auf wundersame Weise wieder entdeckte. Graf Volrad von Danneberg errichtete daraufhin um 1150 das Prämonstratenser-Chorherrenstift in Ebstorf, in das man die Gebeine brachte.

Auch Bischof Erlulf von Verden gehörte der Überlieferung zufolge zu den in der Schlacht getöteten. Falsch ist aber die in manchen Verzeichnissen zu findende Hinzufügung von Bischof Ansfrid von Utrecht und einem Bischof Albert von Hamburg, den es nie gab.

1 Dudo wird dabei oft mit dem gleichnamigen Bischof von Paderborn gleichgesetzt, aber dieser amtierte erst ab 935 und bis zu seinem (friedlichen) Tod 959.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.12.2023

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Acta Sanctorum zum Tage
• https://de.wikipedia.org/wiki/Dudo_(Paderborn)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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