Ökumenisches Heiligenlexikon

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29. Januar

1. † heute gedenkt die Kirche der in Edessa, nach der Überlieferung am Freitag, dem 5. September 251, zu Blutzeugen gewordenen Diener Christi, des Priesters und Märtyrers Sarbelius, Sharbil, und seiner Schwester der heiligen Märtyrin Bebaia, Barbea, die vom heiligen Bischof Barsimaeos, Barsamya, (30. Januar/3) getauft worden sind.
Siehe auch 9. Juni, 1/1

2. † wohl am heutigen Datum, im 3. Jhdt, wurden in Rom, an der Via Nomentana auf dem Größeren Koimeterium, beigesetzt, die beiden Soldaten und Märtyrer Papias und Maurus, die sich geweigert hatten, den Göttern Weihrauch zu verbrennen.

3. † wahrscheinlich am 29. Januar, im 3. Jahrhundert, entschlief in Perugia, nahe Assisi, der heilige Bischof Constantius, der im Gefängnis seine Wächter bekehrte und, von diesen in die Freiheit verholfen, ihre christliche Unterweisung vollenden und sie durch die Taufe von Sünde und Tod befreien konnte.

4. † am Mittwoch, dem 29. Januar 363, wurden in Antiochien in Syrien, heute Antakija in der Türkei, hingerichtet, die beiden Märtyrer Juventinus und Maximinus, Soldaten der Leibgarde des Kaisers Julian des Abtrünnigen.

5. † an einem 29. Januar im ausgehenden 3. Jahrhundert, entschlief in Trier, der heilige Bischof Valerius, der Tüchtigere, der zweite Bischof von Trier, der Nachfolger des heiligen Eucharius (8. Dezember/4), neben dem er auch beigesetzt worden ist in der alten Johannes-Evangelist-Cella an der Villa Albana, heute Abteikirche Sankt Matthias.

6. † am Freitag, dem 29. Januar 378 entschlief in seiner Einsiedelei bei Antiochia, Antakija, der heilige Anachoret Aphraates, Aphrahat, ein gebürtiger Perser, ein hochgebildeter Mann, der auf den Spuren der Weisen aus dem Morgenland (Mt 2,1 - 12 und 6. Januar/1) nach Bethlehem ging und dort zu Christus dem Herrn, konvertierte, dann sich nach Edessa begab und dort außerhalb der Stadtmauern in einem winzigen Häuschen hauste, dort allein zwischen 337 und 345 dreiundzwanzig Traktate über die christliche Religion und gegen den persischen Staatskult schrieb, schließlich in Antiochia in Predigt und Schriften gegen den Arianismus kämpfte.
Siehe auch 17. April, 3/24 und 9. Juni, 1/9

7. † am Montag, dem 29. Januar 570, entschlief auf der kleinen Insel Houat vor der Bretagne, der heilige Abt Gildas, mit dem Beinamen Sapiens, der Weise, der, gebürtig aus Schotland, 518 die Priesterweihe empfing, in Irland missionierte und dann in die Bretagne kam. Dort har er ein Buch geschrieben mit dem Titel De Excidio Britanniae, Über die Zerstörung der Bretagne, in dem er trauert über die unglücklichen Verhältnisse für das Volk, weil die Regierenden und die KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. für ihre Schlechtigkeiten nur gerügt zu werden verdienen; dies Büchlein war im Mittelalter sehr beliebt, weil es immer aktuell war. Auf der Halbinsel Rhuys hat er ein Kloster gegründet und dies streng und liebevoll geleitet.

8. † am Samstag, dem 29. Januar 591, entschlief in Bourges, der heilige Bischof Sulpicius I., Bischof von Bourges, Severus, der Strenge genannt (zum Unterschied von seinem Nach-Nachfolger Sulpicius II. Pius: 17. Januar 647/5; wohl zu unterscheiden vom Asketen Sulpicius Severus,† um 420, dem gelehrten Freund und Biograph des heiligen Martin - 11. November 397/1 und Brieffreund des heiligen Paulinus von Nola - 22. Juni 431/1, der nicht als Heiliger verehrt wird). Er stammte aus senatorischer Familie. Der heilige Gregor von Tours (17. November 594/7) lobte seine Weisheit, Hirtensorge und sein Bemühen um Wiederherstellung der Disziplin.

9. † am Dienstag, dem 29. Januar 1360, entschlief in Florenz, Fiorenza, die selige Familienmutter Villana de Bottis, die, aus reicher Familie stammend, von Kindheit an gerne Ordensfrau geworden wäre, aber von ihrer Familie in eine Ehe in eine reiche Kaufmannsfamilie von Florenz gedrängt wurde. Witwe geworden, gab sie das weltliche Leben auf und nahm das Ordensgewand der Büßerinnen vom heiligen Dominikus an, lebte in beständiger Betrachtung des Gekreuzigten Christus und dies so anspruchslos, dass sie sogar auf den Straßen betteln ging, um den Armen etwas mit abgeben zu können.

10. † am Dienstag, dem 29. Januar 1946, entschlief in Bialystok in Polen, die heilige Jungfrau Boleslava Maria Lament, 83 J., die in den Umwälzungen der Zeit 1905 die Kongregaci sester misionarek sv. Rodiny, Kongregation der Missionsschwestern von der Heiligen Familie, gründete, die auf ökumenische Arbeit, durch katholisches Glaubenszeugnis, unter Orthodoxen und Protestanten spezialisiert sind. Papst Johannes-Paul II. hat sie am 5. Juni 1991 in Bialystok seliggesprochen, auch sie durch seinen Besuch ihrer Geburtsstadt Lowicz am 14. Juni 1999 geehrt und hat sie am 18. Mai 2003 in Rom heiliggesprochen.

Jerusalem, Custodie: Paula und Eustochium; MR: 26. Januar 418/3 und 28. September 419/7.
Jerusalem, Patriarchat: Paula, Eustochium und Melania die Jüngere; MR s.o.; Melania: 31. Dezember 439 /5
Trier: Valerius:
4
Lüttich: Poppo: 25. Januar/10, bis 1933 auch in Köln
Bozen-Brixen: Joseph Freinademetz: 28. Januar/8
Würzburg: der heilige Priester und Märtyrer Aquilinus, Wezelinus, um 970 in Würzburg geboren, Dompropst in Köln, unterwegs nach Rom in Mailand vor 1018, wahrscheinlich 1015, ermordet; sein Grab ist in Mailand in San Lorenzo Maggiore. Reliquienübertragungen nach Würzburg fanden 1705 und 1854 statt. Bis 1933 wurde sein Gedächtnis auch in Köln begangen.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln





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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 17.01.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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