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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

4. Juli

1. † am Donnerstag, dem 4. Juli 1336, entschlief im Kloster Estremoz, bei Lissabon, die heilige Königin Elisabeth von Portugal, 66 J., Tochter des Königs Pedro III. von Aragón und der heiligen Constantia von Aragón (8. April 1302), die 12-jährig verheiratet wurde mit König Dionysius, Dinis I. von Portugal, die auch dessen unehelich Kinder aus Ehebrüchen liebevoll behandelte, die bewundernswert war im Beilegen von Streitigkeiten unter den Königen von Kastilien, Aragón und Portugal, auch zwischen ihrem Mann und ihrem Sohn Alfonso, auch in der Caritasarbeit für die Armen, die 1325, nach dem Tode ihres Ehemannes, das geistliche Leben angenommen hat, als Drittordens-Klarisse, in dem von ihr gegründeten Kloster Coimbra. Sie machte Bußwallfahrten nach Santiago de Compostela, bis sie schließlich auch zu Gott hin gepilgert ist, während sie noch versuchte den Sohn und den Schwiegersohn miteinander wieder anzufreunden. Ihr Reliquien ruhen in Santa-Clara-a-Nova in Coimbra. Sie wurde 1625 heiliggesprochen. In Coimbra ist traditionell am 8. Juli ihr Fest, Festas da Rainha Santa, Fest der heiligen Königin.

2. † an einem 4. Juli in 3. Jahrhundert wurde in Nord-Afrika der heilige Jucundianus zum Märtyrer.

3. † am Montag, dem 4. Juli 544, wurde im Dorf Vatan in Berry von Meuchelmördern umgebracht, der heilige Märtyrer Laurianus, Saint Laurien. Nach der Überlieferung stammte er aus dem Gebiet der unteren Donau, war Diakon in Mailand, floh vor den Arianern nach Sevilla, wurde dort Bischof dieser Stadt, zog sich schließlich zurück in die Einsamkeit der Wälder im Berry, bis er dort von Abgesandten des arianischen Königs von Norditalien ermordet wurde.

4. † an einem 4. Juli, um 410, entschlief in Cahors in Aquitanien, der heilige Bischof Florentius, Saint Florent, den der heilige Paulinus von Nola (22. Juni 431/1) lobt, als demütig von Herzen, stark im Gnadenleben und mild im Wort. Er gilt als der erste Bischof von Cahors.

5. † an einem 4. Juli, um 547, entschlief bei Langres, ebenfalls in Aquitanien, der heilige Priester und Eremit Valentinus, Saint Valentin, der am Hof König Childeberts aufgewachsen war.

6. † am Mittwoch, dem 4. Juli 725, entschlief in Blangy, in Artois, im Gebiet von Arras, die heilige Äbtissin Bertha, Sainte Berthe, die am Hof der Merowingerkönige lebte, die Witwe geworden, im von ihr selber gegründeten Kloster, zusammen mit ihren Töchtern Gertruda und Deotila, eingetreten, nach einigen Jahren in einer Zelle an der Außenmauer der Abteikirche, als Reklusin gelebt hat.

7. † am Montag, dem 4. Juli 740, entschlief in Eressos auf der Insel Lesbos, der heiligen Bischof Andreas von Kreta, 80 J.. Geboren in Damaskus aus einer christlichen Familie, trat er 18-jährig in Jerusalem in das Kloster an der Grabeskirche, der Αναστασις, der Auferstehungs-Basilika ein. 25-jährig ging er als Diakon nach Konstantinopel und gründete dort ein Asyl für Waisenkinder und Greise. 692 wurde er, 32-jährig, Bischof von Gortyna auf Kreta. 712 stimmte er auf der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Konstantinopel mit für die Irrlehre der Monotheleten, dass Jesus Christus nur den einen göttlichen Willen gehabt habe, widerrief aber schon öffentlich im folgenden Jahr, formulierte die wahre Lehre auch in Versform und setzte sich energisch ein für die orthodoxe Lehre von den zwei Willen, vom göttlichen und vom menschlichen Willen, in Christus, dem wahren Gott und zugleich wahren Menschen. Im Ikonoklastenstreit kämpfte er erfolgreich für die Beibehaltung der Ikonenverehrung und schrieb darüber einen Traktat Über die Verehrung der heiligen Ikonen. Mit einzigartigem Kunstsinn hat er Gebete, Canones, Hymnen und Cantica, zum Lobe Gottes gesungen hat und die Jungfrau und Gottesgebärerin, als die Unbefleckte Empfängnis und als die in den Himmel Aufgenommene, hochgepriesen.

8. † am Freitag, dem 4. Juli 973, entschlief in Augsburg, der heilige Bischof Ulrich, 90 J., der, ein Sohn des Edlen Hupald von Dillingen und seiner Frau, der seligen Dietpirch, Dietbirg (1. November, im 10. Jahrhundert), erzogen in der Benediktinerabtei Sankt Gallen, als junger Priester ein Jahr im Dienst im Haus des Bischofs Adalbero von Augsburg, dann über 10 Jahre Verwalter der Güter seiner Mutter war. Als 923 der Bischofsstuhl von Augsburg vakant war, wurde aus Adelskreisen den Kanonikern am Dom vorgeschlagen, Ulrich zum neuen Bischof zu wählen; die Domherren gingen darauf ein und Ulrich empfing am 28. Dezember 923, wohl im Mainzer Dom, der Kathedrale des Metropoliten, die Bischofsweihe. Er sorgte gegen die Ungarn für eine Stadtbefestigung durch eine Steinmauer für Augsburg; am 8. - 9. August 955 übernahm er persönlich die Verteidigung der Stadt, sein Bruder übernahm die Führung am 10. August in der siegreiche Schlacht auf dem Lechfeld. Er baute das von den Ungarn zerstörte Kloster Benediktbeuren wieder auf, restaurierte und förderte die Klöster Feuchtwangen, Füssen, Staffelsse, besonders Kempten und Ottobeuren, gründete in Augsburg an Sankt Stephan ein Kanonissenstift, restaurierte den Dom und die Kirche Sankt Afra, holte 940 aus Saint Maurice im Wallis Reliquien des heiligen Mauritius (22. September, um 300/2) und seinen Gefährten von der Thebäischen Legion nach Augsburg, war überhaupt von bewundernswerter Enthaltsamkeit, berühmt durch seine Freigiebigkeit und Wachsamkeit. Er machte fünf Wallfahrten nach Rom. 972 auf der Reichssynode von Ingelheim bat er vergebens um die Erlaubnis auf sein Amt zu verzichten und sich in ein Kloster zurückzuziehen. Sein Freund, der heilige Wolfgang (31. Oktober 994/5), bestattete ihn am 7. Juli 973 in der von ihm vorbereiteten Grablege bei Sankt Afra. Er wurde als Erster förmlich heiliggesprochen am 31. März 993.

9. † am Freitag, dem 4. Juli 1270, entschlief in der Abtei Hautcombe am Lac du Bourget in Savoyen, der heilige Bischof Bonifatius, der, aus königlichem Stamm, zuerst verborgen war unter den Kartäusern, dann auf den Bischofsstuhl von Belley, schließlich zum Erzbischof von Canterbury aufgestiegen ist, der sich in der Seelsorge für seine Herde immer abgemüht hat.

10. † an einem 4. Juli, um 1300, entschlief in Florenz in der Toskana, der selige Johannes von Vespiniano.

11. † am Montag, dem 4. Juli 1594, wurden in Dorchester in England zu Blutzeugen,
• der selige Priester und Märtyrer John, mit dem Zunamen Cornelius, der erst kurz zuvor als Mitglied in die Gesellschaft Jesu aufgenommen worden war,
• der selige Märtyrer Thomas Bosgrave,
• der selige Märtyrer John Carey und
• der selige Märtyrer Patrick Salmon, die diesen Priester unterstützt hatten;
alle haben zugleich, unter Königin Elizabeth I., durch ihr Märtyrium Christus verherrlicht.
Siehe auch 4. Januar, 10/zum heutigen Datum

12. † am Freitag, dem 4. Juli 1597, wurden in York, auf die übliche grausame Weise umgebracht,
• der selige Priester und Märtyrer William Andleby, und die Laien
• der selige Märtyrer Henry Abbot,
• der selige Märtyrer Thomas Warcop und
• der selige Märtyrer Edward Fulthorp,
die in derselben Verfolgung, wegen ihrer Kirchentreue zum Tode verurteilt, gemeinsam, durch ihre Hinrichtung am Galgen, den ewigen Siegesprämien entgegengepilgert sind.
Siehe auch 4. Januar, 10/82 - 85

13. † am Samstag, dem 4. Juli 1648, wurde zum Blutzeugen beim Stamme der Huronen, auf kanadischem Boden, der heilige Priester und Märtyrer Antonius Daniel aus der Gesellschaft Jesu, der nach Beendigung der heiligen Messe am Kapelleneingang zum Schutz von Neugetauften, die von feindseligen Heiden überfallen wurden, stehend, von Pfeilen durchbohrt und schließlich im Feuer verbrannt worden ist.
Siehe auch 19. Oktober/1

14. † am Montag, dem 4. Juli 1836, entschlief in Montmorency, Mauriac in Frankreich, die selige Jungfrau Cathérine Jarrige, 82 J., eine Dienstmagd und Spitzenklöpplerin, die 24-jährig Sodalin im Dritten Orden des heiligen Dominikus geworden war, aber berühmt geworden ist durch ihre Hilfeleistung für Arme und Kranke, besonders seit 1801, vorher aber, zur Zeit der Französischen Revolution, weil sie mit ganzem Einsatz Priester vor den revolutionären Aufspürern verteidigt und im Kerker verhaftete besucht hat.

15. † am Mittwoch, dem 4. Juli 1900, wurde in der Großstadt Hemceuven in der chinesischen Provinz Hunan, zum Blutzeugen, der heilige Priester und Märtyrer Caesidius Giacomantonio, 58 J., aus dem Minderbrüderorden, der, in der Verfolgung, die von den Begünstigern der Gruppe Yihetuan vom Zaun gebrochen worden, im Boxeraufstand, als er das Allerheiligste Sakrament vor einer Masse von Helfershelfern in Sicherheit zu bringen versuchte, mit Steinen überhäuft und, in ein petroleumgetränktes Tuch eingewickelt und angezündet worden und so zugrundegegangen ist.
Siehe auch 9. Juli, 1/52

16. † am Samstag, dem 4. Juli 1925, entschlief in Turin, der selige Piergiorgio Frassati, 24 J., der, als junger Mann ein Vorkämpfer in katholischen Laienvereinen, sich der Arbeit für den Aufbau der Gesellschaft und die Caritas für Arme und Kranke mit ganzer Seele feuereifrig eingesetzt hat, zuerst in Turin, dann auch in Berlin, wohin sein Vater an der Botschaft Italiens Dienst tat, bis er schließlich, wieder in Turin aktiv, von einer plötzlichen Lähmung dahingerafft, entschlafen ist. Papst Johannes-Paul II. hat ihn 1990 seliggesprochen.

17. † am Samstag, dem 4. Juli 1942, ist im Vernichtungslager Auschwitz, Oswiecim bei Krakau zugrundegerichtet worden, der selige Bruder und Märtyrer Jozef Kowalski, 41 J., aus der Kongregation der Salesianer Don Boscos, der, ein beliebter Jugendapostel, im Krieg, für Christus inhaftiert, dort mit Quälereien gefoltert, schließlich von einem Wachmann ermordet, sein Blutzeugnis vollendet hat.
Siehe auch 28. Mai, 14/52

In allen Bistümern des deutschen Sprachgebietes: Gedenktag des heiligen Ulrich: 8
Augsburg: Hochfest; Regensburg, Sankt Gallen und Einsiedeln: gebotener Gedenktag.
Lüttich: alle heiligen Bischöfe der Diözese Lüttich , soweit sie keinen eigenen Gedenktag haben.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 01.07.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.