Bernhard von Toledo
spanischer Name: Bernardo
auch: von Sérillac / Sédirac, von Sauvetat, von Cluny, von Aquitanien
Gedenktag katholisch: 2. April
Name bedeutet: der Bärenstarke (althochdt.)
Bernhard, Sohn der adeligen Familie in der Burg Sérillac in La Sauvetat, frönte in seiner Jugend dem Waffendienst, trat dann aber in Auch ins damalige Kloster der Benediktiner ein, das die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. befolgte. 1081 wurde er Abt im Kloster San Benito in Sahagún - dem früheren San Facundo - bei León in Spanien. Als Abt und zugleich königlicher Berater stzte er die Reformen von Papst Gregor VII. durch, insbesondere die Disziplin im KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien., die Ausweitung der Reformen von Cluny und die Einführung des römischen Ritus. Nach der Rückeroberung von Toledo von den Muslimen 1085 spielte Bernhard eine entscheidende Rolle bei der Kapitulation der Stadt und der Annahme des römischen Ritus durch die Bevölkerung. Gregor VII. hatte ihn noch vor seinem Tod zum Erzbischof von Toledo ernannte; um dies zu bestätigen, reiste Bernhard zum neuen Papst Urban II., der ihn 1086 als Erzbischof einsetzte und auch zustimmte, dass Toledo wieder Sitz des Primas der Bischöfe von Hispanien sein soll.
1090 hielt Bernhard in León eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab, 1093 ernannte Papst Urban II. ihn zum Legaten in Hispanien, wodurch auch Tarragona dem Metropoliten von Toledo unterstellt wurde. 1095 nahm Bernhard an der Synode in Clermont - dem heutigen Clermont-Ferrand - und 1096 an jener in Nîmes teil, 1097 berief er eine Synode nach Girona ein. 1099 nahm er an der Ostersynode in Rom teil und erwirkte von Papst Urban II., dass auch die Diözesen Oviedo, León und Palencia zu Suffraganbistümern von Toledo wurden. Er beteiligte sich aktiv an der weiteren Reconquista - der Rückeroberung Spaniens von den Muslimen -, eroberte am 3. Mai 1118 Alcalá de Henares und ließ dort den Erzbischöflichen Palast erbauen. Nicht verhindern konnte er, dass Papst Callistus II. 1120 Santiago de Compostela den Metropolitenrang verlieh.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 23.01.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• https://es.wikipedia.org/wiki/Bernardo_de_Sedirac - abgerufen am 23.01.2026
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korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.