Ökumenisches Heiligenlexikon

Itisberga von Aire

auch: Idaberga, Iduberga, Isberga, Isburga, Ysberga, Gisleberga, Isiberga, Sitisberga, Sisberge
französischer Name: Isbergue

1 Gedenktag katholisch: 21. Mai
Übertragung der Gebeine: 20. Juni

Name bedeutet: die schützende Seherin (althochdt.)

Einsiedlerin, Kirchengründerin
um 806 in Isbergues bei Saint-Omer in Frankreich


Itisberga war eine Tochter von Frankenkönig Pippin dem Jüngeren und Schwester von Karl dem Großen. Ihr Vater unterstellte sie dem Schutz von Papst Stephan II. (III.). Nach der Rückkehr von einem Feldzug ließ sich die königliche Familie in Aire nieder. Dort schloss Itisberga sie sich dem Einsiedler Venantius als Schülerin an und lebte mit ihm dann an der Stelle des später nach diesem benannten Saint-Venant. Als ein Prinz aus Wales Itisberga heiraten wollte, betete sie darum, durch eine Krankheit entstellt zu werden, um einer Ehe zu entgehen, und wurde mit Lepra geschlagen. Ihr Vater und ihr Verehrer waren überzeugt, dass Venantius hinter dieser Entscheidung stand und ließen ihn deshalb hinrichten. Itisberga wurde dann durch einen Engel geheilt und lebte im später nach ihr benannten Isbergues, wo sie Venantius bestattete und die Kirche Saint-Pierre à Berguette gründete.

Itisbergas Gebeine wurden später nach Aire übertragen.

Die gelegentlich zu lesende Nachricht, dass Itisberga in ihren späteren Jahren ein Kloster gründete und dort eintrat, beruht auf Verwechslung mit ihrer Schwester == Gisela von Chelles.

Patronin gegen Haut- und Augenkrankheiten





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.05.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Isbergues - abgerufen am 21.05.2026 - mit Dank an Georges Meyer-Berkhoff aus Riedisheim im Elsass
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Isbergues#Histoire - abgerufen am 21.05.2026
• https://www.ville-isbergues.org/pages/ma-ville/decouvrir-la-ville/histoire.html - abgerufen am 21.05.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.