Ökumenisches Heiligenlexikon

Moluag

auch: Moloc, Molluog, Moloag, Molochanus, Molonachus, Muluac, Murlach, Malew, Lugaidh, Lua, Luan

1 Gedenktag katholisch: 25. Juni

Name bedeutet: ?

Glaubensbote, Klostergründer, Bischof von Rosemarkie
* um 510 in Irland
25. Juni 572 bei Aberdeen in Schottland


Moluag, ein irischer Adliger vom Stamm der Dál nAraide, war möglicherweise verwandt mit Comgall von Bangor, der ihn wohl zum Priester weihte. Zusammen mit zwölf Gefährten brach er auf, um als Glaubensbote zu wirken, und kam nach Schottland auf die Insel Lismore, wo er 562 ein Kloster gründete. Dort war der Platz, an dem die heidnischen Könige eingeäschert wurden; die irischen Missionare konzentrierten sich vor allem auf die Gemeinsamkeiten und Kontinuitäten zwischen dem Heidentum dem frühen Christentum und nicht auf die Unterschiede, der Bekehrungsprozess erfolgte durch schrittweise Aufklärung und nicht durch offene Konfrontation. Moluag gründete dann auch die Kirchen und Klöster in Rosemarkie - dem heutigen Stadtteil von Fortrose - und in Mortlach - dem heutigen Dufftown bei Aberdeen und viele weitere Klöster.

Moluag wurde in seinem Kloster in Rosemarkie bestattet. Später wurden seine Gebeine auf die Insel Lismore übertragen, wo ihm dann die frühere Kathedrale geweiht wurde. In der um 1185 verfassten Lebensgeschichte über Patrick von Irland wird Moluag als einer der sechs irischen Priester beschrieben wird, von denen Patrick prophezeite, dass sie Bischöfe werden.

Kanonisation: Moluags Verehrung wurde 1898 von Papst Leo XIII. bestätigt.
Patron der ehemaligen Grafschaft Argyll





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.08.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Moluag - abgerufen am 12.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.