Ökumenisches Heiligenlexikon

Nikolaus Roland

französischer Name: Nicolas

1 Gedenktag katholisch: 27. April
nicht gebotener Gedenktag bei den Schulbrüdern (de La Salle)

Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk (griech.)

Priester, Ordensgründer
* 8. Dezember 1642 in Baslieux-sous-Châtillon bei Reims in Frankreich
† 27. April 1678 in Reims in Frankreich


Kupferstich im „Livre du Choeur Hannesse” von 1888
Kupferstich im Livre du Choeur Hannesse von 1888

Nikolaus, Sohn von Jean-Baptiste Roland, einem Verwaltungsbeamten beim Militär und Tuchhändler, und der Nicole geb. Beuvelet, studierte ab 1650 studierte Rhetorik und Theologie am 1608 gegründeten damaligen Kolleg der Jesuiten in Reims und ab 1660 Philosophie und Theologie in Paris am damaligen Collège Bons-Enfants-Saint-Victor, wo er mit einem Doktortitel abschloss. 1665 wurde er zum Priester geweiht. Er kam nach Rouen und lebte unter der geistlichen Leitung des Pfarrers des damaligen - heute spurlos abgegangenen - Klosters Saint-Amand in völliger Armut. Zurück in Reims, ließ Nikolaus sich nahe des dortigen Jesuitenkollegs nieder, setzte sein Leben in Armut mit Werken der Nächstenliebe fort und unterstützte junge Männer, die sich auf das Priesteramt vorbereiteten. 1670 unterstützte er das in Reims gegründete Waisenhaus und bat Nikolaus Barré, ihm dafür zwei Lehrerinnen seiner Sœurs de l'Enfant Jésus, der Schwestern vom Kinde Jesus, zu schicken. 1672 lernte Nikolaus Johann-Baptist de la Salle kennen. 1673 unterstützte er den Aufbau der Schwestern vom Kinde Jesu, übernahm die Leitung mehrerer Schulen und des Waisenhauses in Reims und eröffnete dort für Mädchen die erste von den Schwestern geleitete Schule. Im darauffolgenden Jahr vermachte er nach dem Tod seines Vaters seinen gesamten Besitz der jungen Kongregation. Anfang April 1678 wurde er wegen starker Kopfschmerzen bettlägerig, acht Tage später starb er.

Nikolaus wurde am 29. April 1678 in der Krypta der Kapelle der Sœurs de l'Enfant Jésus, als deren Mitbegründer er gilt, in Reims bestattet. 1679 gründete Johann-Baptist de la Salle im Haus Rue de Marguerite 8 in Reims auch eine erste kostenlose Schule für Knaben.

Kanonisation: Nikolaus Roland wurde am 16. Oktober 1994 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD

Euro    Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon

   Artikel des Ökumenischen Heiligenlexikons bei Google gezielt anzeigen


Seite zum Ausdruck optimiert Unser Reise-Blog:
 
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.


Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Almarich von Senlis
Zimius
Eusebius von Rom


Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.11.2026

Quellen:
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Roland - abgerufen am 04.11.2026
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/nroland - abgerufen am 04.11.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.