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Cyrill war Sohn christlicher Eltern, ein gebildeter Jerusalemer, Priester und ein guter Prediger, der Anerkennung und Achtung genoss und um 350 als Nachfolger von Maximus Bischof von Jerusalem wurde. Er forderte für seinen Sitz Metropolitenrechte und bereitete so das spätere Patriarchat vor. Auch er wurde in die Auseinandersetzungen um den Arianismus hineingezogen; den Beschlüssen des 1. Konzils von Nicäa stand er lange Zeit fern, er wurde aber auf dem 2. ökumenischen Konzil in Konstantinopel 381 als rechtgläubig anerkannt. Glaubensstreitigkeiten waren oft das Feigenblatt für Machtpolitik: == Akazius, Bischof von Cäsarea, bezichtigte Cyrill der Ketzerei und der Unterschlagung von Kirchengütern, um Armen zu helfen. Cyrill wurde verbannt und verbrachte fast die Hälfte seines Episkopates im Exil.
24 große Ansprachen von Cyrill sind erhalten, sie gehören zu den wichtigen
frühchristlichen Zeugnissen über Taufe und Abendmahl. Seine Katechesen für
Taufbewerber legten während der Fastenzeit
das Glaubensbekenntnis aus; weitere fünf Katechesen erklärten den Neugetauften während der Osterwoche die
Sakramente. Cyrill gebrauchte dabei erstmals den Begriff der Wandlung
der
Elemente bei der EucharistieEucharistie - von griechisch ευχαριστειν, "Dank sagen" - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi.
Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen die Mahlfeier im Anschluss an 1. Kor 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von "Abendmahl" im Anschluss an Mark 14, 17 und 1. Kor 11, 23..
Kanonisation:
Cyrill wird in der Ostkirche als Kirchenvater
verehrt. 1883 wurde er von Papst Leo XIII. zum Kirchenlehrer
ernannt.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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