Gedenktag katholisch: 1. Dezember
Übertragung der Gebeine: 25. Juni
Gedenktag evangelisch: 1. Dezember
Name bedeutet: der Auserwählte (latein.)
Petrus Christus: Eligius als Goldschmied mit Godeberta (links), 1449,
Metropolitan Museum of Art in New York 
Berichtet wird, dass Eligius' schwangere Mutter Torrigia im Traum einen Adler sah, der dreimal rief, um ihr etwas zu verkünden. Sie wagte zunächst nicht, jemanden nach der Deutung zu befragen; doch als sie nach der Geburt des Sohnes gefährdet erschien, wurde ein heiliger Mann gerufen, um für sie zu beten; er prophezeite ihr, der Sohn werde heilig und groß in der Kirche.
Der Knabe wurde im Goldschmiedehandwerk ausgebildet und war dann als Münzmeister am Hof der Merowingerkönige Chlotar II. und Dagobert I., dort eine der wichtigsten Persönlichkeiten mit Einfluss auf das Münzwesen weit im Land. Er soll für Chlotar II. einen goldenen Kopf und einen goldenen Sessel, für dessen Sohn und Nachfolger Dagobert I. mehrere Reliquienschreine gemacht haben. Mehrere Heiligengräber wurden von ihm ausgestattet, für das Kloster in Chelles fertigte er einen Kelch, für die Kirche in St-Denis ein Kreuz. Die Überlieferung berichtet seine Wundertat, wonach er aus dem für einen Thronsessel bestimmten Gold die doppelte Menge machte und zwei Sessel fertigte, um den Erlös Armen zu geben. Von seinen zahlreichen weiteren Wundertaten ist eine besonders häufig berichtet: Er schnitt einem störrischen Pferd, das er beschlagen sollte, das Bein ab, befestigte das Hufeisen auf dem Amboss und setzte das Bein wieder an.
Sandro Botticelli: Das Wunder des Eligius, 1490 - 92, aus dem Altar von San Marco, heute in der Galleria degli Uffizi
in Florenz

Eligius gründete mehrere Klöster und Kirchen und führte als Freund von Kolumban, des Abtes von Luxeuil - dem heutigen Luxeuil-les-Bains -, dessen Regel in dem von ihm gegründeten Kloster in Solignac ein. Auch dir Gründung der Klöster St-Martial in Paris und St-Loup in Noyon geht auf ihn zurück. Nach Dagoberts Tod 639 verließ er den Hof, wurde gemeinsam mit seinem Freund Aldowin von Rouen Priester und übernahm noch 639 das Amt des Bischofs von Tours, ab 641 das Bischofsamt in Noyon, wozu er in derselben Feier wie Aldowin geweiht wurde.
Das Wunder des Eligius, Statuen in der Eligius
(Loy)-Kapelle in Götzis in Vorarlberg in Österreich 
Von Noyon aus machte er sich verdient um die Missionsarbeit in Flandern. Er entdeckte die Gräber der Märtyrer Quintinius von Saint-Quentin und Piatus von Tournai. Das ihm vom König geschenkte Hofgut bei Limoges baute er als Kloster aus und gründete das Frauenkloster St-Gideberte in Noyon. Er beschenkte schon vor seiner Zeit als Bischof Arme aufs freigiebigste und ließ Sklaven freikaufen. 659 verließ er den Bischofsstuhl und wandte sich selbst zur Mission nach Flandern.
Die unter seinem Namen überlieferten Homilien stammen nicht von Eligius. Seine Verehrung breitete sich besonders in Nordfrankreich und Belgien, darüberhinaus in ganz Europa aus.
Attribute:
Kelch, Hammer, Amboss, Zange und Pferdefuß
Patron
der Kechte und Bauern, der Gold-, Silber- und Hufschmiede, Schmiede, Schlosser, Metallarbeiter, Bergleute, Büchsenmacher,
Münzmeister, Uhrmacher, Lampenmacher, Korbmacher, Graveure, Wagner, Kutscher, Kutschenbauer, Sattler, Pferdehändler und
Tierärzte, der Pächter, der Pferde; gegen Pferdekrankheiten
Bauernregel:
Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, / die Kälte vier Monate dauern mag.
Franz Elsensohn über den Pferdepatron St. Loy
und seine Kapelle in Götzis
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Franz Elsensohn aus
Götzis
hat Götzner Sagen und Legenden in
seinem 2000 erschienen Buch dargestellt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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