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aus: Evert A. Duyckinick: Portrait Gallery of Eminent Men and Women in Europe
and America, New
York, 1873 
Florence Nightingale, Tochter eines wohlhabenden Landadeligen, erhielt in ihrem liberalen Elternhaus eine umfassende humanistische und klassische Bildung. Die christliche Fürsorge für Arme war eine Grundidee ihrer Erziehung. Eindrücke von menschlichem Leiden und eine perönliche Sinnkrise führten sie zur Entscheidung, ihr Leben als Krankenpflegerin der Fürsorge für Arme zu widmen. 1850 besuchte sie das von Theodor Fliedner gegründete Diakonissenwerk in Kaiserswerth - heute ein Stadtteil von Düsseldorf -, 1851 erhielt sie dort eine pflegerische Ausbildung in Krankenpflege, dabei lernte sie die Bedeutung planmäßiger Organisation von Krankenhäusern und nachhaltiger Ausbildung der Pflegekräfte kennen.
Im Auftrag der britischen Regierung sollte sie dann im Osmanischen Reich
das Sanitätswesen der englischen Soldaten neu organisieren. Im Krimkrieg 1854/55 war sie
selbstlos und innovativ in der Versorgung von Kranken tätig; durch einfache
Hygienemaßnahmen konnte sie die Sterblichkeit in den Lazaretten entscheidend
verringern, als Engel der Verwundeten
praktizierte sie mit ihren Helferinnen
eine innovative Krankenpflege. Nach ihrer Rückkehr nach England half sie bei der
Neustrukturierung einer funktionstüchtigen Krankenpflege für zivile und
militärische Zwecke. 1860 gründete sie in London
die Nightgale School
und machte die Krankenpflege zum Lehrberuf.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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