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Camillo, Graf von Ferrara,
studierte Medizin und wurde Chirurg. 1591 trat er
mit dem Ordensnamen Gabriel in den Hospitalierorden
der Barmherzigen Brüder ein. Er verfasste die Nuova Selva di Cirurgia
in
zwei Teilen, damals das damalige Standardwerk der Chirurgie, 1596 in Vendig
gedruckt und auch ins Deutsche übersetzt.
1608 behandelte Gabriel König Sigismund III. von Polen erfolgreich und bekam als Dank 1609 ein Spital in Kraków, weitere Gründungen in Polen folgten. Auch der österreichische Kaiser Matthias bot ihm die Gründung eines Spitals an; 1614 wurde der Kaufvertrag für das Haus an der Taborstrasse geschlossen und so die Grundlage für das heutige Spital mit über 400 Betten gelegt. 1615 folgte ein weiteres Krankenhaus in Graz aufgrund einer erfolgreichen Behandlung des steierischen Erzherzogs Ernst. Dessen Bruder Ferdinand II. wurde 1619 Kaiser; er war mit Gabriel freundschaftlich verbunden und stattete 1624 die Barmherzigen Brüder in Österreich mit zahlreichen Privilegien aus, so dem Recht der öffentlichen Spendensammlung.
Im Dreißigjährigen Krieg wirkte Gabriel als Feldchirurg der kaiserlichen Truppen in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag im Jahr 1620. Weitere Spitalgründungen erfolgten 1622 in Neuburg an der Donau und 1625 in Triest.
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien
heute 
Gabriels Gebeine ruhen in der Kirche der Barmherzigen Brüder in der Wiener Taborstrasse.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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