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Hermann Lange wurde 1938 zum Priester geweiht, er war als Vikar zusammen mit Johannes Prassek und Eduard Müller an der Herz-Jesu-Kirche in Lübeck eingesetzt. Wie seine Kollegen vervielfältigte und verteilte Müller Predigten des Bischofs von Münster, Graf von Galen, in denen der sich gegen die Vernichtung psychisch und physisch Kranker durch die Nationalsozialisten wandte. Auch war bei Gruppenabenden in der Herz-Jesu-Kirche offen über die Sinnlosigkeit des Krieges diskutiert worden.
Nach der Verhaftung des evangelischen Lübecker
Pfarrers Karl
Friedrich Stellbrink wurden auch die drei katholischen Geistlichen und
weitere 18 Laien verhaftet und im Juni 1943 vom eigens aus Berlin
angereisten Volksgerichtshof wegen landesverräterischer Feindbegünstigung
,
Wehrkraftzersetzung
, Vergehen gegen das Rundfunkgesetz
und das
Heimtückegesetz
zum Tode verurteilt und im Gefängnis Holstenglacis in Hamburg
mit dem Fallbeil zusammen hingerichtet; die Laien bekamen Zuchthausstrafen.
Kanonisation:
Das Verfahren zur Seligsprechung wurde 2003 eingeleitet. Die Seligsprechung
fand am 25. Juni 2011 durch den Präfekten der Heiligsprechungskongregation,
Angelo Kardinal Amato - auch für die beiden anderen katholischen Geistlichen
- in Lübeck
statt; dabei wurde auch des protestantischen Geistlichen Karl
Friedrich Stellbrink gedacht.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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Lübecker Märtyrer. Evang. Pressedienst, 9. November 2001