Ökumenisches Heiligenlexikon

Karl Leisner

Gedenktag katholisch: 12. August
     nicht gebotener Gedenktag im Bistum Freiburg i.Br., München-Freising und Münster
Name bedeutet: der Tüchtige (althochdt.)
Priester
* 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen
† 12. August 1945 in Planegg bei München in Bayern
Kartenskizze

Karl Leisner, aufgewachsen in Kleve, wurde Diakon. Im November 1939 weilte er zu einer Kur im Schwarzwald, als er vom missglückten Attentat des Georg Elser auf den Diktator Adolf Hitler erfuhr; sein Kommentar Schade! wurde von einem Mitpatienten denunziert, Karl Leisner am nächsten Tag verhaftet. Er kam ins Gefängnis nach Freiburg, dann nach Mannheim, wo seine Tuberkulose-Krankheit wieder aufbrach, dann ins Konzentrationslager erst nach Sachsenhausen - heute ein Stadtteil von Oranienburg -, später nach Dachau. Dort wurde er 1944 vom Mithäftling Bischof Piquet von Clermont-Ferrand zum Priester geweiht. Die letzten Monate verbrachte er im Krankenlager, die Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 überlebte er ob seiner Krankheit nur um wenige Wochen.

Im Waldsanatorium bei Planegg wurde 1998 eine Gedenkstätte für den seligen Karl Leisner eingerichtet: das Zimmer 76, in dem er starb, wird im ursprünglichen Zustand erhalten.

Kanonisation: Karl Leisner wurde 1996 in Berlin von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen; der Heiligsprechungsprozesses wurde 2007 eröffnet.

Der Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V. stellt auf seiner Homepage Leben und Werk dar, enthält eine Bibliographie und einen Bericht über die Haft.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://hpd-online.de/node/1906


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