|
|
Karl Leisner, aufgewachsen in Kleve,
wurde Diakon. Im November 1939 weilte er zu einer Kur im Schwarzwald,
als er vom missglückten Attentat des Georg
Elser auf den Diktator Adolf Hitler erfuhr; sein Kommentar Schade!
wurde
von einem Mitpatienten denunziert, Karl Leisner am nächsten Tag verhaftet. Er
kam ins Gefängnis nach Freiburg,
dann nach Mannheim,
wo seine Tuberkulose-Krankheit wieder aufbrach, dann ins Konzentrationslager
erst nach Sachsenhausen
- heute ein Stadtteil von Oranienburg -, später nach Dachau.
Dort wurde er 1944 vom Mithäftling Bischof Piquet von Clermont-Ferrand
zum Priester geweiht. Die letzten Monate verbrachte er im Krankenlager, die
Befreiung durch die Amerikaner im April 1945 überlebte er ob seiner Krankheit
nur um wenige Wochen.
Im Waldsanatorium bei Planegg
wurde 1998 eine Gedenkstätte für den seligen Karl Leisner
eingerichtet: das
Zimmer 76, in dem er starb, wird im ursprünglichen Zustand
erhalten.
Kanonisation:
Karl Leisner wurde 1996 in Berlin
von Papst Johannes Paul II.
seliggesprochen; der Heiligsprechungsprozesses wurde 2007 eröffnet.
Der
Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V.
stellt auf seiner Homepage
Leben und Werk dar, enthält eine Bibliographie und einen Bericht über die Haft.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||