Lavard
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Fresko in der Kirche St. Bendt in Ringsted in Dänemark
Knud war der Sohn des dänischen Königs Erik Ejegod, ein Neffe von König Knud dem Heiligen und der Vater von Waldemar dem Großen. Er wurde am Hof des Herzogs von Sachsen - des späteren Kaisers Lothar III. - erzogen, weil seine Eltern auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land schon früh starben. Zwischen 1111 und 1122 wurde er zum Präfekt der Stadt Schleswig ernannt, zu unbekannter Zeit dann zum Herzog von Dänemark. Als Präfekt förderte er Wirtschaft und Handel in Schleswig und galt als strenger, aber gerechter Richter. 1129 konnte er seine Herrschaft auf das Gebiet der Abodriten, dann auf das der Wagrier (Wenden) und wohl auch der Polaben ausdehnen.
Knud bemühte sich um die Ausbreitung des Christentums und der deutschen Kultur im Norden. Von seinem Vetter Magnus Nielsen wurde er ermordet, weil der in Knud einen gefährlichen Mitbewerber um den Königsthron sah; deshalb wird er als Märtyrer verehrt.
Knuds Bruder Erich II. bemühte sich schon bald um die Kanonisation, die aber erst Knuds Waldemar I. dem Großen, gelang. 1170 wurden die Gebeine in die Marienkirche in Ringsted überführt. Knud wird als Urahn der dänischen Königsdynastie verehrt, er gilt als Vorläufer von König Waldemars in Analogie zu Johannes dem Täufer. Er wurde Namensgeber mehrerer Klostergründungen im slavischen Raum und 1177 der Gilde der dänischen Fernhändler im Ostseeraum.
Kanonisation:
Knud wurde auf Betreiben seiner Verwandten 1169 heiliggesprochen.
Attribute:
König mit Streitaxt, Keule
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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