Ökumenisches Heiligenlexikon

Lucius von Chur

Gedenktag katholisch: 3. Dezember
     nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet: 2. Dezember
     Hochfest im Bistum Chur: 2. Dezember
     Diözesankalender Basel, Lausanne-Genf-Fribourg,
       St. Gallen und Sitten: 2. Dezember
     in Chur: Übertragung der Gebeine: 9. Oktober
Gedenktag orthodox: 2. Dezember
Name bedeutet: der Leuchtende (latein.)
Glaubensbote im nördlichen Rätien, erster Bischof von Chur (?)
* in England
† im 5./6. Jahrhundert (?) im Prättigau (?) in der Schweiz

Lucius wirkte nach zuverlässiger Überlieferung als Glaubensbote in Rätien, der Gegend um Chur; ungesichert und unwahrscheinlich ist die Überlieferung, dass er zum ersten Bischof der Stadt ernannt wurde und - wie seine legendäre Schwester Emerita - als Märtyrer starb.

Nach einer zwischen 780 und 818 von einem Churer KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. verfassten Legende war Lucius ein britischer König, der seine Heimat verließ, um in der Gegend um Augsburg, dann in Rätien das Evangelium zu verkünden - möglicherweise als Begleiter des Valentin von Rätien. Die Legende berichtet, dass Lucius einen Bären, der einen seiner Ochsen zerrissen hatte, zwang, zusammen mit dem anderen Ochsen den Pflug zu ziehen. Als Bischof von Chur soll er dann am Luzisteig bei Landquart von erbosten Heiden in einen Brunnen geworfen, mit Steinigung bedroht, aber von Gläubigen gerettet worden sein.

St.-Luzi-Kirche und heutiges Priesterseminar in Chur

St.-Luzi-Kirche und heutiges Priesterseminar in Chur   

Lucius' Gebeine wurden zunächst in der Andreaskirche verwahrt, um 800 ist die Verehrung in dieser umgebauten und nun nach ihm benannten St.- Luzi-Kirche in Chur in der heute noch erhaltenen Ringkrypta nachgewiesen.

Attribute: Zepter und Krone, Bär und Ochse
Patron von Chur; des Bistums Chur

Martyrologium Romanum Flori-Legium

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Bruno W. Häuptli, E-Mail vom 9. April 2005
• http://www.bistum-chur.ch/bistum_002.htm


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