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Votivtafel, 1843 aus der Wallfahrtskirche
Mariahilfberg bei Passau.
Neben Bischof Valentin erscheint die Muttergottes
mit dem Jesuskind auf dem Arm
in einem Wolkenkranz. Im Text wird um einen Andächtigen Vaterunser An Maria
vier (= für) die Hinfalende Person
gebeten. 
Valentin kam der Überlieferung nach um 435 nach Passau. Als Bischof wurde er jedoch von den Bewohnern immer wieder vertrieben. Er wirkte dann in Rätien als Wanderbischof und starb im heutigen Meran, wo er bestattet wurde. Valentin war wohl tatsächlich Glaubensbote in Raetien, sicher nicht Bischof von Passau.
Venantius Fortunatus kannte eine Valentin geweiht Kirche im Oberinntal und eine weitere, wohl auf dem Brennerpass. Arbeo von Freising berichtete vom Grab eines Valentin in Mais - dem heutigen Meran, dessen Gebeine 739 nachTrient überführt wurden. Von dort wurden sie 761 vom bayerischen Herzog Tassilo III. nach Passau übertragen, wo seitdem Valentin neben Stephanus als Bistumspatron verehrt wird. Um 1200 wurde anlässlich der angeblichen Auffindung seines Grabes im Vorhof des Passauer Domes seine Lebensgeschichte verfasst.
Patron
gegen Epilepsie, Krämpfe, Gicht und Viehseuchen; des Bistums Passau
Bauernregel:
St. Valentin / nimmt die Feiertag hin.
Wallfahrtsbild (Holzschnitt), um 1480, in
Rufach / Rouffach
im Elsass entstanden, in der National Gallery of Art in Washington.
Valentin steht mit segnender Gebärde vor zwei Jugendlichen, die nach Abklingen
ihrer Anfälle erschöpft am Boden liegen; dahinter die Eltern mit Dankesgaben;
dass die Heilung dauerhaft ist, zeigen Schwein und Katze, in die die
Krankheitsdämonen nach ihrer Austreibung aus dem Menschen hineinzufahren pflegen.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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