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Quellenhaus in Wessobrunn
Tassilo war ein bedeutender Förderer des Christentums in seinem Herzogtum
Bayern bis hinunter nach Südtirol.
Er gründete unter anderen 777 das Kloster Kremsmünster
und wohl 753 das in Wessobrunn.
Die Legende erzählt, ein Jäger Wezzo habe auf der Jagd mit Tassilo eine
dreifache Quelle entdeckt, Tassilo habe bei ihrer Übernachtung an dieser Stelle
wie einst == Jakob von einer Leiter geträumt, an der Engel auf- und
niedersteigen. Er entschloss sich zur Gründung des Klosters mit dem Namen des
Jägers und Hinweis auf die Quelle: Wezzo-Brunn
.
Karl der Große verurteilte Tassilo 788 zum Tod weil er sich sich im Jahr 763 geweigert habe, den Franken bei einem Feldzug in Aquitanien Heeresfolge zu leisten, zu der er sich durch Eid verpflichtet hatte. Kaiser Karl konnte nun Bayern dem Frankenreich einverleiben Schließlich begnadigte er ihn zu lebenslanger Haft, ab 794 im Kloster Lorsch in Hessen.
In Kremsmünster sind ein Kelch und ein Leuchter aus der Stiftung von Tassilo erhalten. In Wessobrunn steht eine Tassilo-Linde an der angeblichen Stelle des Traumes. 1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben. Seit 1913 lebt eine Gemeinschaft von Missions-Benediktinerinnen in den übrig gebliebenen Klostergebäuden.
Matthias Merian: Wessobrunn,
Kupferstich, um 1640 
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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