Ökumenisches Heiligenlexikon

Michael Garicoits
französischer Name: Michel

Gedenktag katholisch: 14. Mai

Name bedeutet: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Ordensgründer
* 15. April 1797 in Ibarre in Südfrankreich
† 14. Mai 1863 in Bétharram, heute Lestelle-Bétharram in Frankreich

Kartenskizze

Michael war Sohn armer Eltern und Schafhirte, dank der Hilfe des Ortspfarrers konnte er das Priesterseminar besuchen, 1823 wurde er geweiht. 1825 wurde er Professor für Theologie. Sein Lebenswerk war die Bekämpfung des Gallikanismus, der die juristische Oberhoheit des Papstes in der katholischen Kirche bekämpfte und stattdessen Lehrentscheidungen durch Konzilien forderte, und des besonders in Frankreich verbreiteten Jansenismus, der die Lehre des Augustinus von der Gnade und gegen den freien Willen überspitzte und besonders von den Jesuiten auch administrativ bekämpft wurde.

In Anlehnung an die Satzung des Jesuitenordens gründete Michael 1835 in Bétharram - dem heutigen Lestelle-Bétharram - die Kongregation der Priester des Heiligsten Herzens Jesu zur Erziehung und Seelsorge, den er bis zu seinem Tod leitete.

Kanonisation: Die Heiligsprechung erfolgte 1947.





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001