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Niels Stensen studierte Medizin und wirkte dann als Arzt und Forscher in Leiden und in Paris. Ab 1666 arbeitete er als Erzieher am Hof der Medici in Florenz. Er wurde einer der angesehensten Wissenschaftler seiner Zeit und gilt als Begründer der wissenschaftlichen Paläontologie, Geologie und Kristallographie. 1667 konvertierte der Lutheraner zur katholischen Kirche, 1675 empfing er die Priesterweihe und wirkte dann mit ganzer Kraft als Seelsorger. 1677 wurde er auf Vorschlag des katholischen Herzogs Johann Friedrich von Hannover von Papst Innozenz XI. zum apostolischen Vikar für die Missionen in Skandinavien ernannt, wenig später wurde er zum Bischof geweiht.
Als Herzog Johann Friedrich 1679 starb, erbte sein evangelischer Bruder, der
Bischof von Osnabrück,
Ernst-August I., das Kurfürstentum Hannover, Stensen konnte sich dort nun nicht
mehr halten, denn der neue Herrscher suchte den katholischen Kultus
einzuschränken. Er ging nach Münster
und war ab 1680 als Weihbischof für Münster und Paderborn
tätig. 1683 zog er unter dramatisch Umständen von dort fort - das Domkapitel
hatte ihn beauftragt, vor der Wahl des neuen Bischofs das Hochamt zu halten,
Stensen lehnte ab wegen der im Vorfeld von Bischofswahlen üblichen Bestechungen
und Wahlkapitulationen
- er ging nach Altona
- heute Stadtteil von Hamburg - und wirkte in Hamburg.
Kurz vor seinem Tod ging er nach Schwerin,
gründete dort die katholische Gemeinde und wirkte als einfacher Seelsorger.
Niels Stensens Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Medici nach Florenz überführt, dort 1953 in eine Seitenkapelle umgebettet.
Kanonisation:
Niels Stensen wurde 1988 von Papst Johannes
Paul II. selig gesprochen.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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