Gedenktag orthodox: 29. September |
Name bedeutet: der vollkommen ist (Ägyptisch) |
Hegumenos in Dawit Garedscha
* in Gurien
in Georgien
† 1733 |
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georgische Ikone 
Othar Matschutadse zog mit seiner Familie um 1685 nach Kartlien
im Osten, weil sein Bruder Maximus Beichtvater der in Gurien
geborenen neuen Königin von Kartlien geworden war; Maximus wurde später Bischof von Bodbe.
Othar wurde Mönch im Kloster von Dawit
Garedscha und nahm den Namen Onuphrios an. Um das Jahr 1690 wurde er Oberer dieses Klosters.
In der jahrhundertelangen Geschichte des Klosters Dawit
Garedscha findet man keinen Hegumenos, der Onuphrios an Begeisterung und
unerschöpflicher Energie gleicht. Er ließ das darniederliegende mönchische Leben im Kloster wieder
auferstehen und begann sofort mit Bauarbeiten: er baute mit Türmen versehene
Mauern um das Kloster, die Johannes
dem Täufer geweihte Kirche und eine Petrus
und Paulus geweihte Kirche im Dorf Nadarbasewi.
Er bereicherte die Bibliothek, dehnte den Landbesitz des Klosters beachtlich aus und ließ
auf diesen Grundstücken die aus dem Dienst von Feudalherren der Gegend befreiten Bauernfamilien
ansiedeln. Als viele georgische Feudalherren ihre Leibeigenen in muslimische Länder verkauften,
ließ er einige Fürsten in Westgeorgien schwören, dass sie keine Bauern mehr als Sklaven verkaufen;
noch heute existieren zahlreiche Briefe, in denen die von Onuphrios Befreiten oder Geretteten
ihre Dankbarkeit ausdrücken. Unter seiner Führung schlossen sich viele Mönche dem Kloster an.
Über Onuphrios existiert keine Lebensgeschichte, aber die Zeugnisse über seinen umfangreichen
Beitrag zur Wiedergeburt des geistlichen Lebens in Georgien - einem damals infolge der dauernden
Kriege gegen die muslimischen Eroberer verwüsteten Land - finden sich in zahlreichen Urkunden.
Quellen:
• Bibliotheca sanctorum orientalium. Gir - Z: Vol II., Roma, Città Nuova, 1999