Ökumenisches Heiligenlexikon

Placidus von Subiaco

Gedenktag katholisch: 5. Oktober
     gebotener Gedenktag im Benediktiner-, Trappisten- und
       Zisterzienserorden: 15. Januar
Name bedeutet: Der Sanfte / der Gütige (latein.)
Mönch, Märtyrer (?)
lebte im 6. Jahrhundert
Kartenskizze

Fra Filippo Lippi: Benedikt mit Maurus - Maurus rettet Placidus, um 1444, Samuel H. Kress Collection in der National Gallery of Art in Washington

Fra Filippo Lippi: Benedikt mit Maurus - Maurus rettet Placidus, um 1444, Samuel H. Kress Collection in der National Gallery of Art in Washington   

Placidus war Sohn eines römischen Patriziers namens Tertullus und wurde ein Schüler des Benedikt von Nursia in Subiaco. Als er zu ertrinken drohte, bewirkte Benedikts Gebet, dass Bruder Maurus trockenen Fußes über Wasser gehen konnte, um ihn zu retten. Placidus gründete im Auftrag seines Lehrers in Messina in Sizilien Anfang des 6. Jahrhunderts ein Kloster, das der Überlieferung nach von Piraten überfallen und in Brand gesteckt wurde; mit seiner Schwester Flavia und seinen Gefährten gemartert, sei er anschließend enthauptet worden.

Attribute: Mönch mit Büchern und Totenkopf
Patron der Schiffer; bei Gefahr des Ertrinkens

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984


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