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Ökumenisches Heiligenlexikon

Prikt von Clermont

französische Namen: Priest, Prix, Projet, Préjet
auch: Præiectus, Proiectus

Gedenktag katholisch: 25. Januar
Übertragung der Gebeine: 12. Juli

Name bedeutet: der Vorgelegte (latein.)

Abt in Candidinum, Bischof von Clermont, Märtyrer
* um 625 in Vesedone, heute Vézézoux bei Clermont-Ferrand in Frankreich
† 25. Januar 676 in Volvic bei Riom in Frankreich

Kartenskizze

Prikt stammte aus einer in Gallien lebenden römischen Familie. Er war Mitarbeiter des Archidiakonen Genesius, des späteren Bischofs von Clermont - dem heutigen Clermont-Ferrand, dann Priester in Issoire, wo er Forschungen anstellte über das Leben der ersten Märtyrer der Auvergne; sein Buch darüber ist verloren. 665 wurde er Abt im Kloster Candidinum - dessen Ort heute unbekannt ist - und 666 - auf Betreiben von König Childerich II. und gegen den Willen des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. Bischof von Clermont. Præiectus gehörte als Mönch zum Verbund der Klöster von Kolumban; so gründete er das Frauenkloster in Chamalières und ein Frauenkloster sowie ein Hospiz in Clermont. Konflikte hatte er mit Bischof Patricius von Marseille und Leodegar von Autun, denn er stand treu an der Seite von König Childerich II. Gegen den hatte sich inzwischen der Adel, angeführt von Hector von Marseille, gewandt. Angestiftet durch Hector wurde Childerichs Gefolgsmann Prikt zusammen mit seinen Gefährten, Abt Amarin und Elid, ermordet.

Der Überlieferung zufolge bereute der Mörder Ursion seine Tat und stiftete zur Buße eine bis ins 19. Jahrhundert Prikt geweihte Kirche über dessen Geburtshaus in Vézézoux, in der dessen Kinderbett als Reliquie verehrt wurde.

Prikt wurde schnell schon als Märtyrer verehrt. 755 kamen Reliquien nach Flavigny-sur-Ozerain. Prikt wurde als erster Märtyrer der fränkischen Kirche mit einer eigenen Messe ausgezeichnet.





Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Priest_de_Clermont