Gedenktag katholisch: 2. Oktober
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Basel
Name bedeutet: der Speer des Volkes (althochdt.)
Buchmalerei aus: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, übersetzt von Jean de
Vignay, Paris, 14. Jahrhundert: Leodegar vor Childerich II. Aus den Richelieu
Manuscrits, in der Bibliothèque Nationale de France in Paris,

Leodegar, von vornehmer Herkunft, wurde bei seinem Onkel, Bischof Dido von Poitiers, ausgebildet, zum Diakon geweiht und zum Archidiakon ernannt, dann 653 Abt im Kloster St. Maixent in Poitiers und 659 Bischof von Autun. Ob seiner Bemühungen um Kirchenzucht und Reformen im Klerus wurde er 675 von König Childerich II. nach Luxeuil - dem heutigen Luxeuil-les-Bains - verbannt, kehrte nach der Ermordung des Königs aber 676 zurück. Sein Gegner, der Hausmeier Ebroin, verdächtigte ihn der Teilnahme an der Ermordung des Königs, ließ ihn mit einem Bohrer blenden und ihm die Zunge herausreißen. Als Leodegar dennoch weiter predigte und seinen und des Ebroin Tod weissagte, wurde er nach Fécamp in der Normandie verbannt und drei Jahre später enthauptet.
Leodgars Gebeine liegen in Poitiers, Reliquien sind auch in Ebreuil.
Attribute:
Schwert, Bohrer
Patron
des Kantons Luzern,
von Autun,
Gebweiler / Guebwiller
und Murbach
im Elsass; der Müller; bei Augenleiden und Besessenheit
Bauernregel:
Fällt das Laub auf Leodegar / kommt darauf ein fruchtbar' Jahr!
Leodgar-Plastik im Musée du Peigne et de la Plasturgie in Oyonnax
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||||