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Glasfenster in der Nikolaus-Kirche in Koblenz-Arenberg
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Rupert von Bingen war der Überlieferung nach Sohn eines reicher Adligen und der Christin Bertha. Nach dem frühen Tod des heidnischen Vaters wurde er von seiner Mutter und einem Priester erzogen, im Alter von 15 Jahren unternahm er eine Wallfahrt nach Rom. Nach der Rückkehr lebte er als Einsiedler im Dienst für Arme und Notleidende, erlitt einen frühen Tod im Alter von nur 20 Jahren durch eine Fieberkrankheit und wurde - ebenso wie seine Mutter - in der von ihm selbst erbauten Kirche bei Bingen begraben.
Hildegard von Bingen förderte unter Berufung auf ihre Visionen seine Verehrung, schrieb Lieder, verfasste seine Lebensgeschichte - die einzige Quelle -, erneuerte seine Kirche, errichtete an dieser Stelle ihr Kloster und benannte es nach ihm: Rupertsberg. Das von Hildegard gezeichnete Bild eines adligen, gottergebenen Laien war damals ein seltener Typus.
Im 30-jährigen Krieg kamen seine Reliquien 1632 ins Kloster Eibingen bei Rüdesheim und 1814 in die Rochuskapelle bei Bingen.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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