|
Sixtus wir Priester in Rom. Zunächst galt er als Anhänger des Pelagianismus, nach dessen Verurteilung durch Papst Zosimus im Jahr 418 war er ein starker Gegner. 432 bestieg er den Stuhl des Bischofs von Rom. Ihm gelang in den Auseinandersetzungen um den Nestorianismus eine Einigung mit der Ostkirche: er unterstützte die Friedensbemühungen von Kaiser Theodosius II., die 433 zur Einigung und zur Versöhnung der Patriarchen Johannes von Antiochia und Cyrill von Alexandria führten. In Illyrien verteidigte er die Rechte des apostolischen Vikars von Thessaloniki gegen die Ansprüche des Patriarchen Proclus von Konstantinopel.
In Rom entfaltete Sixtus eine rege Bautätigkeit, um die 410 durch die Westgoten verursachten Schäden zu beheben; er ließ im Lateran eine Taufkapelle errichten und die berühmte Kirche S. Maria Maggiore erbauen zur Erinnerung an die wichtigen Lehren des Konzils von Ephesus *. Kaiser Valentinian III. kam mit kostbaren Geschenken nach Rom, um Sixtus zu unterstützen. Schon in seiner Regierungszeit hatte sein Diakon, sein späterer Nachfolger Leo I., großen Einfluss.
Mehrere ihm zugeschriebene Werke sind nicht echt, ebenso die Dokumente, nach denen sich Sixtus unter Eid von der Anklage auf Unzucht befreien musste.
* Theodor Klausner bestritt 1972 Sixtus' Bauherrschaft; demnach ließ dieser nur zwei Inschriften an der schon gebauten Kirche anbringen.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint. |
||||||||||||||||||||