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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Katharina Kasper

Taufname: Katharina

Gedenktag katholisch: 2. Februar
gebotener Gedenktag im Bistum Limburg: 1. Februar

Name bedeutet: die Beleibte/die Schöne
die Bittere/die von Gott Geliebte (aramäisch)
K: die Reine (griech.)

Ordensgründerin
* 26. Mai 1820 in Dernbach im Westerwald in Rheinland-Pfalz
† 2. Februar 1898 daselbst


Katharina Kasper war als Tochter eines Bauern zur Welt gekommen, als im Westerwald bittere Armut und soziales Elend aufgrund von Missernten und Hungersnöten herrschte. Da sie oft krank war, konnte Katharina nur zwei Jahre die Schule besuchen. Nach dem Ende ihrer Schulzeit arbeitete sie mit ihren Eltern in der Landwirtschaft, zugleich sammelte sie Kinder um sich, um ihnen den Rosenkranz beizubringen und begann, Kranke zu besuchen. 1842 starb ihr Vater, das Elternhaus wurde versteigert, sie verdiente nun als Tagelöhnerin und Wäscherin den Lebensunterhalt für ihre Mutter und die beiden Brüder. Im Rückblick schrieb sie: Um diese Zeit erkannte ich, dass Gott etwas Besonderes von mir verlangte und dass ich die Armen und Kranken pflegen sollte. 1842 gründete sie mit vier weiteren jungen Frauen einen Verein zur häuslichen Krankenpflege. 1847 plante sie den Bau eines kleinen Hauses, um gemeinschaftlich mit den anderen Frauen leben zu können, 1848 konnte sie zusammen mit einem kranken Mädchen ein Haus mit drei Zimmern beziehen, in das 1849 weitere Frauen einzogen; im selben Jahr wurden sie dort vom Bischof von Limburg besucht, der das Vorhaben unterstützte.

Maria Katharina Kaspar:
Der Zweck unserer Gemeinschaft ist die Ausbreitung des Glaubens durch Beispiel, Belehrung und Gebet.
Es gibt keine niedrigen Arbeiten, niedrig sind sie nur, wenn man sie in niedriger Gesinnung verrichtet.

1851 wurde dann die Genossenschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi gegründet; der Name geht auf Katharina Kasper zurück, angeregt durch die Antwort der Maria auf den Erzengel Gabriel (Lukasevangelium 1, 35): Ja, ich bin des Herrn Magd; der Bischof hätte sie gerne nach Elisabeth von Thüringen benannt. Nach dem Gründungsort wird die Kongregation auch Dernbacher Schwestern genannt. An Mariä Himmelfahrt 1851 gelobten fünf Frauen, dass sie arm, ehelos und gehorsam leben wollten, Katharina nahm den Ordensnamen Maria an und wurde die erste Leiterin der Frauengemeinschaft, deren Ziel die Vertiefung des religiösen Lebens der Mitmenschen war, um sie glücklich in der Zeit und selig in der Ewigkeit zu machen, wie Maria Katharina es ausdrückte. Schon 1854 konnte in Camberg eine erste Filiale gegründet werden. Neben der ambulanten Krankenpflege wurde nun auch die Einrichtung von Nähschulen und die Versorgung und Unterrichtung von notleidenden Kindern zur Aufgabe. Es folgten Gründungen in den Niederlanden und in Nordamerika, England, Belgien, Böhmen und Luxemburg, 1860 zählte die Gemeinschaft 232 Schwestern, 1870 wurde sie von Papst Pius IX. endgültig anerkannt, 1890 erfolgte die endgültige Genehmigung der Ordensregel durch Papst Leo XIII.

Maria Katharina Kasper starb, nachdem sie 47 Jahre an der Spitze ihrer Kongregation gestanden hatte, an den Folgen eines Schlaganfalls. Beim Tod der Gründerin zählte die Kongregation 1725 Schwestern in 193 Niederlassungen. Maria Katharinas Grab ist in der Kirche des Mutterhauses in Dernbach. 2018 wurde sie durch die Kanonisation zur ersten Heiligen des 1827 gegründeten Bistums Limburg.

1936 gehörten über 4000 Schwestern zur Gemeinschaft der Dernbacher. 2018 wirkten rund 550 Schwestern in 87 Niederlassungen als Arme Dienstmägde Jesu Christi in Deutschland, Holland, England, Kenia, Nigeria, Indien, den USA, Mexiko und Brasilien, wo sie sich um Straßenkinder, Aidskranke, Obdachlose und Ausgegrenzte kümmern.

Kanonisation: Maria Katharina Kasper wurde am 16. Maria 1978 durch Papst Paul VI. selig- und am 14. Oktober 2018 durch Papst Franziskus heiliggesprochen.

  Die Dernbacher Schwestern stellen Leben und Werk von Maria Kasper und die Aktivitäten der Gemeinschaft auf ihrer Homepage dar.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.10.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/deutsche-maria-katharina-kasper-wird-heilige
• http://www.kath.net/news/64901

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.