Ökumenisches Heiligenlexikon

Stilla von Abenberg

Gedenktag katholisch: 19. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Eichstätt: 21. Juli

Name bedeutet: die Stille (althochdt.)

Jungfrau, Wohltäterin
* in Abenberg in Bayern
†um 1140 (?) bei Abenberg

Kartenskizze

Stilla-Statue in Abenberg

Stilla-Statue in Abenberg

Stilla - nach der Überlieferung eine Adlige aus dem Geschlecht der Bamberger Vögte des Hochstifts, derer von Abenberg - legte demnach das Gelübde der Jungfräulichkeit ab und führte zusammen mit drei Gefährtinnen in Abenberg ein Leben im Gebet und im Dienst an Kranken. Sie wirkte als Wohltäterin, stiftete die Kirche St. Peter bei Abenberg. Auch das - tatsächlich erst 1482 entstandene und 1805 in der Säkularisation aufgelöste - Augustiner-Chorfrauenkloster Marienburg neben der Kirche St. Peter wird ihr manchmal zugeschrieben; 1920 wurde dieses Kloster von Barmherzigen Schwestern von der Schmerzhaften Mutter neu besiedelt.

In der zwischen 1677 und 1685 erneuerten Peterskirche bei Abenberg ist Stillas Sarkophag und ihr Grabstein - wohl um 1250 entstanden; das Grab ist seit 1480 und bis heute Ziel von Wallfahrern. Stilla Lebensdaten sind ungewiss; ihre Lebensgeschichte verfasste Ende des 16. Jahrhunderts der Stiftsdekan von Spalt, Wolfgang Agricola.

Kanonisation: 1897 wurde Stillas Kult vom Ortsbischof, 1927 vom Papst genehmigt.

Ausführliche Informationen über Stilla und ihre Legende bietet Uwe Stilla auf seiner Website.





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• Johannes Madey. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. X, Herzberg 1995